Luftfahrt

Luftfahrtverband rechnet 2021 mit Verlusten - Schnelltests als Hoffnung

Der Branchenverband IATA sagt den Fluggesellschaften für das kommende Jahr noch höhere Verluste voraus als heuer. Die Branche setzt nun ihre Hoffnungen auf Schnelltests gegen das Coronavirus.

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Den Fluggesellschaften in aller Welt drohen nach Einschätzung ihres Verbandes in diesem und im kommenden Jahr noch höhere Verluste als zuletzt gedacht. Wegen des Geschäftseinbruchs durch die Coronapandemie rechnet der Weltluftfahrtverband IATA für das laufende Jahr jetzt mit einem branchenweiten Verlust von 118,5 Milliarden US-Dollar (99,6 Mrd. Euro) und damit rund 34 Milliarden mehr als bisher gedacht, wie er vor seiner Jahresversammlung in Amsterdam mitteilte.

Für 2021 geht die IATA von einem Gesamtverlust von 38,7 Milliarden Dollar aus. Das wäre fast zweieinhalb Mal so viel wie noch im Juni vorhergesagt. Dem Verband zufolge würde 2021 damit zum zweitschwersten Verlustjahr in der Geschichte der Luftfahrt.

Zwar dürfte der Umsatz der Branche im kommenden Jahr mit 459 Milliarden Dollar die jetzt für 2020 erwarteten 328 Milliarden Dollar übertreffen. Das wäre allerdings immer noch nur gut halb so viel wie die 838 Milliarden Dollar aus dem Vorkrisenjahr 2019. Der Verband hofft, dass Corona-Schnelltests für Reisende und Impfstoffe gegen das Virus bis Mitte 2021 zumindest teilweise zur Öffnung der Grenzen und anschließend zu einer Erholung der Passagiernachfrage führen. (dpa/apa/red)