Industriegase

Linde kassiert Milliarden - erzwungenermaßen

Wegen der Fusion mit Praxair muss Industriegasekonzern Linde große Teile des Unternehmens in Nordamerika verkaufen, weil Behörden der USA das gefordert hatten. Diese Verkäufe bringen jetzt 3,3 Milliarden Euro.

Der Verkauf von Unternehmensteilen in Nord- und Südamerika bringt dem deutschen Industriegase-Hersteller Linde rund 3,3 Mrd. Euro. Der Vorstandschef der Linde AG, Aldo Belloni, bezifferte die Nettoerlöse auf der Hauptversammlung in München auf 3,75 Mrd. Dollar.

Finanzfirma schlägt zu

Linde hatte zunächst einen Teil des US-Geschäfts für 2,8 Mrd. Euro an ein Konsortium des Konkurrenten Messer mit dem Finanzinvestor CVC verkauft, wurde aber von den Kartellbehörden in den USA zu weiteren Verkäufen gezwungen. Die Erlöse aus der Trennung von Tochtergesellschaften in Südkorea, China und Indien ließen sich noch nicht konkret beziffern, sagte Belloni.

Insgesamt winken der fusionierten Linde plc damit mehr als 8 Mrd. Euro aus den von Wettbewerbshütern erzwungenen Unternehmensverkäufen. Der Fusionspartner Praxair hatte fast das ganze Europa-Geschäft für 5 Mrd. Euro an die japanische Taiyo Nippon Sanso abgegeben. (reuters/apa/red)

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