Lieferengpass

Lieferverzögerungen bei "Flexicity"-Bims für Wien und Innsbruck

Es sei „bitter“, hört man aus dem Wiener Bombardier-Werk: Nur die Hälfte der neuen "Flexicity"-Bims können heuer ausgeliefert werden.

Bombardier Transport Flexity

Statt geplanter 16 Stück werden heuer nur acht neue "Flexicity"-Bims aus dem Bombardierwerk in Wien auf den Straßenbahngleisen der Bundeshauptstadt unterwegs sein.  Es gab einen "Abriss in der Serienfertigung wegen Problemen mit einem Unterlieferanten", das sei "bitter, aber die Serienlieferung ist wieder angelaufen", sagte Standortchef Christian Diewald.

"Wir werden jetzt versuchen zu beschleunigen und den Rückstand aufzuholen", versprach Diewald, dem die Verzögerung "weh tut". Es gab Probleme mit den Wagenkästen, diese werden nun selbst gefertigt, hieß es in "Wien heute".

Auch die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck hat "Flexicity"-Trams bestellt und muss mit Verzögerungen rechnen. Bis die neuen Bims fahren, müssen die alten Straßenbahnen herhalten.

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Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, zeigte sich im Bericht wenig begeistert. "Aber es gibt strenge Vertragsbedingungen. Die Pönalen müssen bezahlt werden." Es gehe in die Hunderttausende, wenn eine Fahrzeuglieferung sich länger verzögere. Öffi-Stadträtin Ulrike Sima (SPÖ), betonte dass sich Bombardier sehr bemühe "noch hinterher zu kommen". Die Sache liege aber nicht in ihrem direkten Einflussgebiet.

Alles in allem sollten alle 119 "Flexicity"-Straßenbahnen für Wien in den kommenden sechs Jahren aber pünktlich ausgeliefert werden, verspricht der kanadische Konzern Bombardier. (apa)

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