Mineralölindustrie

Libyen droht 40 ausländischen Firmen mit Rauswurf - auch Siemens und Total

Die libysche Regierung hat rund 40 ausländischen Firmen gedroht, deren Tätigkeiten in dem nordafrikanischen Land zu unterbinden. Darunter sind auch Siemens und Total

Die libysche Regierung hat rund 40 ausländischen Firmen gedroht, deren Tätigkeiten in dem nordafrikanischen Land zu unterbinden. Bereits am Donnerstag veröffentlichte Industrieminister Ali Abdelaziz al-Issaui eine Liste mit Firmen, die von dem sofortigen Stopp der Tätigkeiten betroffen seien, darunter neben der französischen Ölfirma Total auch der deutsche Siemens-Konzern.

Später ergänzte das Ministerium, dass den Firmen eine Übergangszeit von drei Monaten gegeben werde, um alte Verträge und Lizenzen zu erneuern.

Vor Ort im Land ist auch die OMV maßgeblich engagiert:
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Energieminister Al-Issaui hatte den Schritt damit begründet, dass die Genehmigungen der Firmen zum Teil seit längerem ausgelaufen seien.

Beobachter sehen darin jedoch ein Manöver, um im Kampf um die Hauptstadt Tripolis Druck auf die europäischen Regierungen aufzubauen. Frankreich gilt als Unterstützer des mächtigen Generals Chalifa Haftar, der seinen Truppen den Vormarsch auf Tripolis befohlen hatte. Dort hat die international anerkannte Einheitsregierung ihren Sitz. (dpa/apa/red)

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