Lenzing verdreifacht Quartalsgewinn - Konzernchef Doboczky für 2016 sehr zuversichtlich

Der heimische Faserhersteller Lenzing hat seinen Gewinn im ersten Quartal auf 44 Millionen Euro fast verdreifacht. Auch für das Gesamtjahr erwartet Vorstandschef Stefan Doboczky ein deutliches Plus.

Stefan Doboczky Lenzing Textilindustrie

Der Faserhersteller Lenzing hat im ersten Quartal 2016 seinen Gewinn fast verdreifacht: Das Periodenergebnis stieg von 16,6 auf 44,1 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie von 0,66 auf 1,63 Euro. Das teilte Lenzing am Donnerstag ad hoc mit. Der Umsatz legte um 8,1 Prozent auf 512,8 Mio. Euro zu.

Die Kennzahlen

Der Umsatzanstieg sei vor allem auf die starke Nachfrage nach Lenzing-Fasern und die im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres gestiegenen Verkaufspreise zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 54,7 Prozent auf 92,2 Mio. Euro. Das entsprach einer EBITDA-Marge von 18 Prozent nach 12,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich auf 59,5 Mio. mehr als verdoppelt, die EBIT-Marge auf 11,6 Prozent erhöht. Auch die Cashflow-Positionen wurden im ersten Quartal in etwa verdreifacht. Der Free Cashflow stieg von 26,5 Mio. auf 88,4 Mio. Euro, der Operating Cashflow von 37,6 Mio. auf 104,3 Mio. Euro.

"Unter der Voraussetzung, dass die Rahmenbedingungen unverändert bleiben, gehe ich weiterhin davon aus, dass sich das Ergebnis der Lenzing Gruppe im Gesamtjahr gegenüber 2015 deutlich verbessern wird", so Vorstandschef Stefan Doboczky.

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Von den Analysten und an der Börse sind die Zahlen gut aufgenommen worden. Lenzing-Aktien stiegen in Wien um zweitweilig deutlich über fünf Prozent und notierten damit auf den höchsten Stand seit Mai 2012. Analysten äußerten sich in ersten Reaktion sehr positiv zu den gemeldeten Zahlen.

"Lenzing haben es geschafft, ein sehr gutes Ergebnis zu präsentieren", sagte der Erste Group-Analyst Christoph Schultes zur APA. Die Umsätze waren etwas besser als erwartet, aber vor allem die Ergebniskennzahlen hatten alle Analystenerwartungen übertroffen. "Die Profitabilität war deutlich besser als erwartet", so Schultes. Positiv wertet der Analyst auch, dass der positive Ausblick aufs Gesamtjahr vom Management bestätigt und unterstrichen wurde, und das sogar "mit mehr Überzeugung".

Auch die Analysten der Baader Bank schreiben in ihrer Ersteinschätzung von einem "sehr starken Start ins Jahr". Lenzing habe mit den vorgelegten Zahlen die Baader-Prognosen und auch die Konsensus-Schätzungen übertroffen. Wie erwartet haben die günstige Entwicklung der Viscosestapelfaser-Branche und die Restrukturierungsmaßnahmen des Konzerns Früchte getragen, schreiben die Analysten. (apa/red)

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