Textilindustrie

Lenzing übernimmt chinesische Gemeinschaftsfirma ganz

Der oberösterreichische Faserkonzern kauft dem chinesischen Staatskonzern NCFC die restlichen 30 Prozent an Lenzing Fibers Nanjing ab. Der Schritt solle das strategische Wachstum in China vorantreiben - werde sich aber negativ auf das Ergebnis auswirken, so Lenzing.

Textilindustrie Lenzing Übernahme China Stefan Doboczky

Die Lenzing Gruppe will die verbliebenen 30 Prozent des staatlichen Joint-Venture-Partners NCFC an ihrer chinesischen Tochtergesellschaft Lenzing (Nanjing) Fibers Co. Ltd. (LNF) übernehmen. Heute erhielt die Lenzing Gruppe den Entwurf des Anteilskaufvertrages, der Abschluss der Transaktionsdokumente wird für Ende Oktober erwartet, teilte der oberösterreichische Faserhersteller mit.

"Weitere Produktionslinien für Spezialfasern"

"Die Übernahme wird sich mit rund 21 Millionen Euro negativ auf das Ergebnis der Lenzing Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 auswirken", so Lenzing in einer Aussendung. Mit der Komplettübernahme solle das strategische Wachstum in China und weltweit vorangetrieben werden.

"Sie ebnet den Weg für weitere Produktionslinien für Spezialfasern. Lenzing will LNF im Lauf der Zeit in einen Spezialfaser-Hub umrüsten", so das Unternehmen.

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Vor wenigen Tagen hatte Lenzing-Chef Stefan Doboczky in Wien angekündigt, dass für das geplante Großprojekt in Brasilien keine Kapitalerhöhung benötigen wird. Das 1-Mrd.-US-Dollar Megaprojekt werde mit dem Cashflow und dem gemeinsamen brasilianischen Partner gestemmt werden können. Die endgültige Entscheidung darüber werde 2019 fallen.

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(apa/red)

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