Lenzing steigert Faserproduktion in Heiligenkreuz auf 60.000 Tonnen

Der börsenotierte oberösterreichische Faserhersteller Lenzing hat seinen Kapazitätsausbau am Standort im burgenländischen Heiligenkreuz abgeschlossen. Innerhalb von drei Jahren wurden rund 60 Millionen Euro investiert, um die Jahresproduktion der Tencel-Cellulosefaser auf 60.000 Tonnen anzuheben, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt.

Die Tencel-Faser wird auch in Grimsby in Großbritannien und in Mobile im US-Bundesstaat Alabama hergestellt. An beiden Standorten liege die Produktion bei je 40.00 Tonnen pro Jahr, so Vorstand Friedrich Weninger, der in der Lenzing Gruppe für das weltweite Fasergeschäft verantwortlich ist.

Bis zum Jahr 2015 will der Konzern seine Gesamtkapazitäten für die Tencel-Produktion von derzeit 140.000 auf rund 275.000 Tonnen pro Jahr erhöhen. Am Standort in Lenzing werde ein Werk mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen errichtet.

In Heiligenkreuz wurde 1997 die erste Produktionslinie in Betrieb genommen. Die Jahresleistung lag damals bei 10.000 Tonnen. Seither wurde das Werk sukzessive ausgebaut. Am Standort sind derzeit an die 207 Mitarbeiter beschäftigt.

Tencel-Fasern werden aus Zellstoff hergestellt, der aus Holz gewonnen wird. Die Cellulose wird mittels einer Chemikalie in Lösung gebracht. Die Fasern werden gesponnen, getrocknet und in Ballen gepresst. Zur Herstellung von einem Kilogramm der Cellulosefaser würden rund 250 Liter Wasser benötigt. Pro Kilogramm Baumwolle seien es hingegen etwa 5.000 Liter, sagte Weninger. Die in Heiligenkreuz produzierten Fasern werden großteils exportiert, unter anderem nach Korea und China.

Der Standort Heiligenkreuz ist sei heute "ein unverzichtbarer Bestandteil von Lenzing", so Weninger. In den vergangenen 15 Jahren sei Lenzing Heiligenkreuz zu einem der bedeutendsten Industriebetriebe des Burgenlandes geworden, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl. (APA/red)

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