Seilbahnhersteller

Leitner baut in Neuseeland eine Seilbahn auf einem Vulkan

Rechtzeitig zum Beginn der Wintersaison in Neuseeland hat der Südtiroler Seilbahnhersteller Leitner eine große Kabinenbahn am Mount Ruapehu fertig gestellt. Der Berg ist ein immer noch aktiver Vulkan, der sich als heiliger Berg im Besitz des Stammes der Maori Iwi befindet.

Seilbahnbau Leitner Doppelmayr Südtirol Neuseeland

Der Südtiroler Seilbahnhersteller Leitner mit Sitz in Sterzing hat eine neue 10er-Kabinenbahn auf der Nordinsel Neuseelands realisiert - rechtzeitig zur dortigen Wintersaison. Die Bahn am Mount Ruapehu transportiert in weniger als fünf Minuten bis zu 2.600 Personen pro Stunde über die Vulkanlandschaft im Tongariro Nationalpark, der zum UNESCO Weltnatur- und Weltkulturerbe zählt.

15 Mio. Euro wurden in die Seilbahn "Sky Waka", die vergangene Woche eröffnet worden war, investiert, teilte das Unternehmen der APA mit. Der Mount Ruapehu ist auch bekannt als einer der Drehorte für "Der Herr der Ringe".

Der Berg ist ein aktiver Vulkan - und für die Maori heilig

Beim Bau der neuen Bahn auf den Berg stand man zu Beginn vor der Herausforderung, dass es sich dabei um einen durch Schlamm- und Schuttströme (Lahare) noch immer aktiven Vulkan handelt, der sich als heiliger Berg im Besitz des Stammes der Maori Iwi befindet, hieß es. Zudem war das Areal nicht mit Autos befahrbar, da das gesamte Gebiet zu einem Nationalpark zählt und damit geschützt ist. So wurde etwa mit Helikopter-Einsatz eine temporäre Materialseilbahn errichtet, um die benötigten Bauteile der Kabinenbahn transportieren zu können.

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Permanente Gefahr durch Schuttströme

Zudem spielte laut Leitner auch die Positionierung der Trasse eine entscheidende Rolle. Durch die auch in Zukunft bestehende Gefahr von Laharen mussten die Stützen an jenen Stellen errichtet werden, die als sicheres Gelände gelten. Auch die Höhe der insgesamt 14 Stützen habe dieser stets drohenden Naturgefahr angepasst werden müssen.

Zuletzt sorgten auch die besonderen Wetterbedingungen für weitere technische Adaptionen. Aufgrund möglicher Windspitzen von bis zu 275 km/h wurden in den Kabinen der Bahn jeweils 80 Kilo an zusätzlichem Stahl verbaut. (apa/red)

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