Plastikverarbeiter

Lego kündigt 1.400 Mitarbeitern

Für große österreichische Maschinenbauer ist Lego ein wichtiger Auftraggeber. Doch das Geschäft der legendären Spielzeugmarke geht stark zurück - weil dank Digitalisierung auch in den Kinderzimmern Spielzeuge von Bildschirmen verdrängt werden.

Kunststoffindustrie Lego Dänemark Mitarbeiterabbau

Die Digitalisierung hat auch die Kinderzimmer erfasst: Kinder und Jugendliche spielen heute immer weniger mit realen Dingen - sondern starren auf Bildschirme.

Die Auswirkungen davon sind nicht nur auf der weltgrößten Spielzeugmesse in Nürnberg zu sehen, sondern inzwischen auch bei  großen Spielzeugherstellern. Etwa der legendären dänischen Marke Lego.

Bildschirme statt Spielzeuge

Auf die jüngsten Einbrüche bei bei Umsatz und Gewinn reagiert der Hersteller, der auch für österreichische Maschinenbauer zu einem wichtigen Auftraggeber gehört, mit drastischen Konsequenzen.

Weltweit streicht Lego 1.400 Arbeitsplätze. Das entspricht etwa acht Prozent der Belegschaft.

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"Wir bedauern es sehr, diesen Stellenabbau durchführen zu müssen, der das Leben vieler unserer Mitarbeiter betreffen wird", erklärte das Unternehmen. Leider bleibe jedoch keine andere Wahl.

"Das wird das Leben vieler unserer Mitarbeiter betreffen"

In der ersten Jahreshälfte war das Geschäft der Lego-Gruppe eingebrochen. Der Gewinn ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum unterm Strich um drei Prozent auf 3,4 Milliarden Dänische Kronen (rund 460 Mio. Euro) zurück.

Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 14,9 Milliarden Kronen (rund 2 Mrd. Euro). Als Gründe hierfür gab Lego geringere Einnahmen bei gleichzeitig höheren Kosten durch Investitionen in die Produktionskapazität und die Verwaltung an. (dpa/apa/red)

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