Forschung

Laser für Raketenzündung: CTR erhält Auftrag für Weltraumforschung

Die europäische Weltraumorganisation ESA hat dem Kärntner Forschungszentrum CTR in Kooperation mit dem deutsch-französischen Unternehmen Airbus Safran Launchers GmbH den Auftrag zur Weiterentwicklung der CTR Laserzündtechnologie HiPoLas® für Trägerraketenantriebe erteilt.

Die Ariane 6 soll 2020 in den Weltraum starten.

Die Eignung des Lasersystems für die Zündung von Raketen wurde bereits in mehreren Forschungsprojekten getestet. Durch die Miniaturisierung der Laserquelle, die ohne justierbare Elemente auskommt und damit enormen Temperaturen und Vibrationen standhält, ergeben sich mehrere Vorteile: Eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Position des Zündplasmas innerhalb der Brennkammer sowie eine deutlich höhere Impulsleistung gegenüber elektrischen Zündsystemen. Das ermöglicht eine sichere Zündung auch bei komplexen Gemischverhältnissen und hohen Treibstoffgeschwindigkeiten. Im Zuge des Forschungsauftrags soll das System an die extremen Anforderungen eines Weltraumeinsatzes adaptiert werden.

Abhängig von den Ergebnisse des Projektes könnte das Laserzündsystem auch bei der Neuentwicklung der Ariane 6 Trägerrakete Berücksichtigung finden. Die Ariane 6 soll 2020 erstmals starten und, laut Weltraumagentur ESA, weiterhin “Europas Zugang zum All” sichern. (CTR)

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