Chemische Industrie

Lanxess schreibt 2014 Gewinne - Schwierigkeiten bleiben

Der Chef des deutschen Chemiekonzerns Lanxess zeigt sich mit Gewinnprognosen zurückhaltend - das Unternehmen habe das "Tal der Tränen" noch nicht durchschritten.

Chemische Industrie Lanxess Matthias Zachert

Der Chemiekonzern Lanxess hat sich zurückhaltend für das auslaufende Geschäftsjahr gezeigt. Die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2014 würden eher am unteren Rand der bisher genannten Spanne liegen, sagte Firmenchef Matthias Zachert dem "Handelsblatt". Im vierten Quartal bewege man sich voraussichtlich im Rahmen der eigenen Prognosen.

Lanxess habe das "Tal der Tränen" noch nicht durchschritten. "Die Überkapazitäten im Kautschuk-Geschäft werden noch zunehmen, und damit droht ein weiterer Preisverfall." Der Konzern ist der weltgrößte Produzent von künstlichem Kautschuk für die Auto- und Reifenindustrie.

Ob es 2015 zunächst noch schlechter laufen werde, bevor es wieder besser werde, lasse sich noch nicht sagen, so Zachert. Es gelte aber: "Auf jeden Fall haben wir ein weiteres schwieriges Jahr vor uns."

White Paper zum Thema

Auf die Frage, ob Lanxess allein überlebensfähig sei, sagte Zachert: "Ja, sicher." Schließlich seien 60 Prozent des Konzern-Portfolios sehr gut aufgestellt. "Mit diesen Sparten erzielen wir sehr gute Erträge. Den anderen Teil, also das Kautschuk-Geschäft, werden wir in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder nach vorne bringen."

Für das Gesamtjahr 2014 hatte Zachert im November einen bereinigten operativen Gewinn von 780 bis 820 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Damals hatte Lanxess auch den Abbau von weltweit 1.000 seiner 16.700 Stellen bis Ende 2016 bekannt gegeben. Neue Wettbewerber, Überkapazitäten und fallende Preise für synthetischen Kautschuk setzen Lanxess zu. (reuters/apa)