Spezialchemie

Lanxess pumpt viel Geld in den Rückkauf eigener Aktien

Der Spezialchemieriese nutzt die Milliardenzuflüsse aus dem Verkauf seiner Kautschuksparte für einen Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 200 Millionen Euro.

Der deutsche Spezialchemie-Konzern Lanxess nutzt die Milliardenzuflüsse aus dem Verkauf seiner Kautschuk-Tochter für einen Aktienrückkauf. Ab Montag sollen bis spätestens Ende des Jahres eigene Papiere um bis zu 200 Mio. Euro über die Börse erworben und danach eingezogen werden, teilte Lanxess in Köln mit.

"Mit dem Aktienrückkauf schaffen wir gerade im derzeit herausfordernden Kapitalmarkt Werte für unsere Anteilseigner", sagte Finanzvorstand Michael Pontzen. Börsianer sahen das ebenso: Die Lanxess-Aktie stieg um 3,4 Prozent. Um 200 Mio. Euro auszugeben, müsste das Unternehmen zum aktuellen Kurs rund 4,5 Millionen Aktien zurückkaufen, knapp fünf Prozent des Grundkapitals.

Lanxess hatte für den restlichen 50-Prozent-Anteil an dem Kautschuk-Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo 1,4 Mrd. Euro vom Partner Saudi Aramco bekommen. Von dieser Summe verwendet der Konzern weitere 200 Mio. Euro zur Stärkung seines Pensionsvermögens in Deutschland.
Damit seien nun 58 (bisher 49) Prozent der Betriebsrenten-Ansprüche der Mitarbeiter ausfinanziert. Die Pensionsrückstellungen in der Bilanz von zuletzt 1,25 Mrd. Euro könnten entsprechend reduziert werden. (reuters/apa/red)