Energieeffizienz

Landtechnikhersteller Bauer ist stromautark

In Zeiten, wo der weltweit zweitgrößte CO2-Produzent, die USA, aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigt, braucht es best practices: So etwa aus dem steirischen Voitsberg, wo der Landtechnikhersteller Bauer nun komplett stromautark ist.

Der steirische Landtechnikhersteller Bauer hat seinen Unternehmenssitz in Voitsberg in den vergangenen vier Jahren thermisch komplett saniert und zusätzlich eine Photovoltaikanlage mit 2,3 Megawatt installiert. Damit ist Bauer am Standort Voitsberg ab sofort stromautark. Insgesamt zwölf Millionen Euro hat das Unternehmen dafür in die Hand genommen. 

Damit senkt das Unternehmen seinen Energiebedarf und reduziert damit die CO2-Emissionen. Der niedrigere Energieverbrauch wirkt sich auch positiv auf die Produktionskosten aus, was nicht zuletzt den Kunden zugutekommt: Die Verkaufspreise sind seit 2014 nur minimal gestiegen.
 
Konkret wurde die Außenhaut der beiden Industriehallen sowie des Bürogebäudes - insgesamt eine Fläche von 28.000 m2 - isoliert. Zusätzlich hat Bauer die Dachstruktur der Industriehallen vollständig erneuern lassen und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Jahresleistung an produzierter Energie der Alage beträgt dabei etwa 2.400.000 kWh - das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 685 Haushalten. Die Photovoltaikanlage gehöre dabei zu den drei größten, die bisher für einen Industriebetrieb in Österreich installiert wurde, erklärt Finanzvorstand Andreas Schitter. Zum Vergleich: Das geplante Kraftwerk an der Mur werde es auf eine Leistung von 16 bis 17 Megawatt bringen. Laut Schitter könnten also ein paar Photovoltaikanlagen wie die, die Bauer nun installiert hat, die ganze neue Mur-Kraft ersetzen.

Verwandte tecfindr-Einträge