Autoindustrie

Kurzarbeit bei Opel geplant

Der deutsche Autobauer mit einem großen Standort in Wien plant Kurzarbeit an seinem Werk in Eisenach. Damit reagiert der zu Peugeot gehörende Konzern auf die Nachfrage, die geringer ist als erhofft.

Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen berichten.

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Für diese Zeit erhalten die Beschäftigten Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit, die dem Instrument zuvor zustimmen muss. Die Unternehmenszentrale in Rüsselsheim wollte die Angaben nicht konkret bestätigen. Selbstverständlich passe man die Produktionsplanung regelmäßig an, wolle sich aber zu Details der internen Planung nicht äußern, erklärte ein Sprecher.

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30 statt 37 Autos pro Stunde

Bereits unmittelbar nach den Werksferien im Sommer war in Eisenach Kurzarbeit angesagt. Zudem wurde nach VRM-Informationen bei gleicher Belegschaft die Produktionsgeschwindigkeit gedrosselt. Statt 37 laufen stündlich nur noch 30 Opel-Autos vom Band. Ähnliche Maßnahmen gab es auch in den Werken Rüsselsheim und Gliwice.

https://youtu.be/TD2eOn10f20

Video: Das Opel Werk in Eisenach

Eckdaten zu Eisenach

Das Montagewerk Eisenach mit seinen rund 1.800 Beschäftigten steht vor einem Umbruch. Es soll unter der Regie des neuen Opel-Eigentümers PSA von der Produktion der Kleinwagenmodelle Corsa und Adam auf den Geländewagen Grandland umgestellt werden. Der Corsa wird künftig nur noch im spanischen Saragossa gebaut, während der Adam Medienberichten zufolge im Mai auslaufen könnte. (dpa/apa/red)

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