Metallindustrie

Kupferriese Aurubis plant weitere Zukäufe - "praktisch schuldenfrei"

Europas größter Kupferkonzern Aurubis steht inzwischen so gut wie schuldenfrei da und will jetzt Firmen zukaufen - aber eher kleinere als größere, so der Vorstandschef Jürgen Schachler.

Europas größte Kupferhütte Aurubis hat ihre Bereitschaft für Zukäufe bekräftigt. Das Unternehmen sei praktisch schuldenfrei und verfügte über genug finanziellen Spielraum, um Akquisitionen zu stemmen, sagte Vorstandschef Jürgen Schachler der Nachrichtenagentur Reuters vor wenigen Tagen am Rande der Hauptversammlung in Hamburg.

"Wir beabsichtigen aber eher kleinere bis mittlerer Zukäufe zu tätigen, als eine große Transaktion anzugehen", schränkte er ein. Das Hamburger Unternehmen hatte schon vor einiger Zeit im Rahmen seiner neuen Strategie angekündigt, sich von einem reinen Kupferproduzenten zu einem Hersteller auch anderer Metalle zu wandeln.

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Schon jetzt beschäftigt sich die deutsche Aurubis nicht nur mit Kupfer, sondern auch mit Gold, Silber, Nickel und Selen, die bei der Kupferproduktion anfallen. Die einstige Norddeutsche Affinerie betreibt Kupferhütten in Hamburg, Lünen sowie in Bulgarien.

Schachler bekräftigte die Prognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2018/19, wonach das operative Ergebnis leicht unter dem des Vorjahres liegen werde. Im ersten Geschäftsquartal hatten ungeplante Stillstände an einigen Standorten den Gewinn belastet. (reuters/apa/red)