Robotik

Kuka im Visier: Peking warnt davor, den Fall "zu politisieren"

China warnt vor einer Politisierung der angedachten Übernahme des Roboterherstellers Kuka durch den chinesischen Konzern Midea. Der Haushaltsgeräteproduzent legt für eine Beteiligung an Kuka 4,5 Milliarden Euro auf den Tisch. Das wäre der bisher größte Deal eines chinesischen Konzerns in Deutschland.

China warnt vor einer Politisierung der angedachten Übernahme des Roboter-Herstellers Kuka durch den Midea-Konzern aus der Volksrepublik. Eine Sprecherin des Außenministeriums sprach in Peking von einem normalen Geschäft in der Wirtschaft. Solche Deals sollten nicht zum Spielball der Politik werden.

Mögliche Reise von Angela Merkel nach China in Kürze

Kuka gilt als Aushängeschild deutscher Robotertechnik. Deshalb gibt es unter Marktbeobachtern und auch in der deutschen Regierung Bedenken gegen das Übernahmeangebot aus China. Vor allem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will ausloten, ob ein alternatives Offert mehr Sinn machen könnte. Die Politik sieht eine Verlagerung wichtiger Technologien ins Ausland kritisch. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte noch im Juni nach China reisen.

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Der Klimaanlagen- und Hausgeräte-Hersteller hatte zuletzt ein Angebot von bis zu 4,5 Mrd. Euro angekündigt - es wäre die größte Übernahme von Chinesen hierzulande. Midea hält bereits 13,5 Prozent an Kuka und strebt einen Anteil von mindestens 30 Prozent an. Für viele Aktionäre dürfte das Offert aus Guangdong attraktiv sein. Midea bietet mit 115 Euro je Aktie einen Aufschlag von 35 Prozent auf den Kurs vor Bekanntwerden des Gebots.  (APA/Reuters/red)

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