Robotik

Kuka gehört jetzt fast vollständig dem chinesischen Hersteller Midea

Ursprünglich wollte Midea einen Minderheitsanteil am Augsburger Industriekonzern - jetzt gehören den Chinesen bereits 95 Prozent von Kuka. Fast alle früheren Aktionäre haben ihre Anteile verkauft.

Der chinesische Hausgerätehersteller Midea hat sich in knapp zwei Monaten fast alle Anteile am deutschen Roboterbauer Kuka gesichert. Seit Mitte Juni verkauften die Aktionäre von Kuka insgesamt 81,04 Prozent der Anteile, wie Midea mitteilt. Zusammen mit den schon zuvor von Midea gehaltenen 13,51 Prozent kommt das Unternehmen nun auf 94,55 Prozent Beteiligung an Kuka.

Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen steht noch aus

Die Anteilseigner konnten dem chinesischen Konzern ihre Aktien bis zum 3. August anbieten. Midea strebte eine Beteiligung von "über 30 Prozent" an. Der chinesische Konzern bot 115 Euro pro Aktie und bewertet den deutschen Roboterbauer so mit 4,6 Mrd. Euro. Die Übernahme stehe noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen, erklärte Midea.

Standortgarantie bis 2023

Der Kauf von Kuka hatte in Berlin und Brüssel Bedenken geweckt, dass wichtige Zukunftstechnologien von Europa nach Asien abwandern und sensible Kundendaten in fremde Hände geraten könnten. Midea sicherte Kuka inzwischen eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie bis 2023 zu. (APA/AFP/red)

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