Robotik

Kuka erhöht seine Jahresziele für 2017 deutlich

Roboterbauer Kuka hat seine Erwartungen an Umsatz und Ergebnis des heurigen Jahres nochmals nach oben korrigiert. Erst Anfang diese Woche hatte Kuka große Investitionen an seinem Stammsitz in Augsburg angekündigt.

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Nach einem guten ersten Halbjahr hat der deutsche Roboterhersteller Kuka seine Jahresziele deutlich angehoben. Der Umsatz soll 2017 rund 3,3 Mrd. Euro erreichen, rund 200 Mio. Euro mehr als bisher angepeilt, wie das Unternehmen mitteilt. Verglichen mit dem Vorjahr wäre dies eine Steigerung um etwa 12 Prozent.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) peilt Kuka ein Plus von mehr als 5,5 Prozent an, mindestens etwa 182 Mio. Euro. Davon müssten aber noch Kosten für die Übernahme der Schweizer Tochter Swisslog (knapp 9 Mio. Euro) sowie noch nicht bezifferbare Wachstumsinvestitionen (maximal 45 Mio. Euro) abgezogen werden. Im vergangenen Jahr hatte Kuka ein Ebit von rund 127 Mio. Euro erzielt.

Umsatz im ersten Halbjahr um ein Drittel gestiegen

Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz um mehr als ein Drittel auf 1,8 Mrd. Euro. Kuka geht von weiter wachsenden Erlösen in China und Nordamerika aus, in Europa soll das Geschäft stabil bleiben. Mitte 2017 hatte das Unternehmen einen Auftragsbestand von 2,24 Mrd. Euro, rund 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Mitarbeiterzahl stieg um mehr als 1.000 auf 13.755.

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In Augsburg sollen bis 2025 eine neue Werkshalle, ein Bürohochhaus und ein Ausbildungszentrum entstehen. Kuka bleibe auch nach der Übernahme durch den chinesischen Midea-Konzern ein deutsches Unternehmen. (dpa/apa/red)

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