Elektroindustrie

Kürzungen bei Zumtobel sollen weitergehen

Nach der jüngsten Gewinnwarnung kündigt Zumtobel eine Fortführung des laufenden Sparkurses an - wobei gerade offen ist, wie die Gespräche zwischen dem Aufsichtsrat und Konzernchef Ulrich Schumacher ausgehen. Auf dem internationalen Markt setzt dem Hersteller der Brexit besonders zu.

Der börsenotierte Leuchtenkonzern Zumtobel Group wird das bereits bekannte Sparprogramm weiter verfolgen. Die bestehenden Maßnahmen gälten, es sei nicht bekannt, dass neue Einsparungen dazu kommen sollten, so ein Sprecher gegenüber der APA.

"Allerdings muss man wohl das Ergebnis der Gespräche zwischen Herrn Schumacher und dem Aufsichtsrat abwarten", gab er zu bedenken. Diese Gespräche liefen derzeit, weiter könne man dazu keinen Kommentar abgeben.

Neue Gewinnwarnung

Zumtobel hatte neuerlich eine Gewinnwarnung herausgegeben, wonach statt wie bisher angenommen 50 bis 60 Mio. Euro nur 15 bis 25 Mio. Euro Gewinn (Bereinigte EBIT) zu erwarten seien. Der Umsatz werde um 8 Prozent zurückgehen, statt wie bisher erwartet um 5 Prozent.

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Konflikte zwischen Management und Kontrolleuren

In der Begründung war neben dem intensiven Preiswettbewerb von "nicht realisierten Umsätzen aufgrund interner operativer Herausforderungen" die Rede, offenbar waren damit die öffentlich ausgetragenen Querelen zwischen Zumtobel-CEO Ulrich Schumacher und dem Aufsichtsrat sowie der Rücktritt zweier Aufsichtsräte gemeint.

Brexit als Problem

Zudem sprach das Unternehmen von besonders deutlichen Umsatzrückgängen "in dem für die Zumtobel Group AG wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien". Zur Höhe der Umsatzrückgänge wollte der Sprecher sich nicht äußern. Die Zumtobel-Aktie hat bis heute Nachmittag mehr als 14 Prozent verloren. (apa/red)

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