Stahlindustrie

Künftige Nummer 2 Europas: Die wichtigsten Eckdaten

Aus den Stahlsparten von Thyssenkrupp und Tata entsteht der zweitgrößte europäische Stahlhersteller nach Arcelormittal. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Hier im Bild das zu Tata gehörende größte britische Stahlwerk Port Talbot in Wales.

Thyssenkrupp und Tata Steel wollen ihre Stahlgeschäfte zusammenlegen und damit den nach ArcelorMittal zweitgrößten europäischen Stahlkonzern schmieden. Es folgt eine Übersicht über die Unternehmen.

THYSSENKRUPP STEEL EUROPE

Der größte deutsche Stahlkonzern beschäftigt rund 27.000 Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz Duisburg gibt es unter anderem Standorte in Bochum, Dortmund, Hohenlimburg, Andernach und Gelsenkirchen. Das Unternehmen produziert im Jahr etwa zwölf Millionen Tonnen Rohstahl.

Wichtige Kunden sind die Automobilbranche, der Bausektor, der Maschinenbau, die Verpackungsindustrie und die Energiewirtschaft.

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Hauptabsatzmärkte sind Deutschland und die europäischen Nachbarstaaten. Gut zwei Drittel seines Stahls setzt das Unternehmen im Umkreis von 500 Kilometern um Duisburg ab.

Die Stahlsparte erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 einen Umsatz von 7,6 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 315 Millionen. Im laufenden Jahr soll das Ergebnis dank höherer Preise und Kostensenkungen deutlich steigen.

TATA STEEL EUROPE

Tata Steel Europe hat 21.500 Mitarbeiter. Der Konzern betreibt in Wales das größte britische Stahlwerk Port Talbot und ein modernes Werk im niederländischen Ijmuiden.

Die Rohstahlkapazität des Unternehmens beträgt 12,5 Millionen Tonnen.

Im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende April) machte der Konzern einen Umsatz von umgerechnet 6,8 Mrd. Euro und ein Ebitda von 612 Mio. Euro.

Wichtige Kunden sind die Bau-, Automobil- und Verpackungsindustrie sowie die Luftfahrt- und Energiebranche.

Hauptabsatzmärkte sind neben Großbritannien und den Niederlanden weitere Märkte in Europa.

Tata Steel Europe gehört zum indischen Konzern Tata mit über 100 Unternehmen und mehr als 600.000 Mitarbeitern.

Zu dessen Geschäften zählen auch die Automobilproduktion mit der Marke Jaguar, Telekommunikation, Energieerzeugung oder Hotels. Die Gruppe erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 100 Mrd. Euro.

(reuters/apa/red)

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