Coronakrise

KTM zahlt Dividende - aber nur am Papier

Nachdem die Dachgesellschaft Pierer Mobility auf eine Gewinnausschüttung verzichtet hat, zahlt der von ihr kontrollierte Motorradhersteller KTM offiziell schon eine Dividende - doch das Geld solle "liquiditätsmäßig im Unternehmen belassen" werden, hieß es.

Nachdem die KTM-Mutter Pierer Mobility auf eine Gewinnausschüttung für 2019 verzichtet hat, zahlt die von ihr kontrollierte KTM AG offiziell eine Dividende von 27,1 Mio. Euro, berichtete der "Standard". KTM bestätigte das auf APA-Anfrage zwar, betonte aber, die Eigentümer hätten sich darauf verständigt, das Geld "liquiditätsmäßig im Unternehmen zu belassen".

Massive Kritik am KTM-Chef Stefan Pierer im April

Im April war KTM-Chef Stefan Pierer massiv in die Kritik geraten, nachdem er an seinem Dividendenvorschlag von 0,30 Euro für die Pierer Mobility festgehalten hatte, während gleichzeitig das Kurzarbeit-Programm der Regierung in Anspruch genommen wurde. Pierer zog die Dividende daraufhin zurück. Mittlerweile wurde die Kurzarbeit beendet und sogar angekündigt, man werde in Österreich 70 Mitarbeiter neu einstellen. Details: 70 neue Mitarbeiter: KTM rüstet sich schon für den Aufschwung >>

Gemäß dem Ergebnisverwendungsvorschlag sollen bei der operativen Tochter KTM AG aber von den 136,5 Mio. Euro Bilanzgewinn 27,1 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden. 51,71 Prozent an dem Unternehmen hält die Pierer Mobility, 47,99 Prozent der strategische indische Partner Bajaj. Mit diesem sei abgemacht, dass das Geld im Unternehmen verbleibe, hieß es bei KTM. Ob im kommenden Jahr eine Dividende ausgezahlt wird, ist offen. (apa/red)

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