Pierer Mobility

KTM fährt der Krise mit Vollgas davon

Die Muttergesellschaft des oberösterreichischen Motorradherstellers meldet für das erste Quartal einen Umsatzsprung von über 80 Prozent. Auch für das Gesamtjahr schraubt Pierer Mobility jetzt seine Erwartungen nach oben.

Nach einem Rekordjahr 2020 brummt das Geschäft der Pierer Mobility AG - die frühere KTM Industries - auch heuer weiter. Angetrieben durch eine hohe globale Nachfrage nach motorisierten Zweirädern legte der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode um 82 Prozent auf 509 Mio. Euro zu, wie das Unternehmenabend mitteilte.

Weltweit verkaufte Pierer Mobility im ersten Quartal 2020 106.453 Fahrzeuge (1. Quartal 2020: 59.168), davon 87.197 Motorräder (Q1 2020: 49.869 Stück) der Marken KTM, Husqvarna und Gasgas sowie 19.256 Elektrofahrräder (Q1 2020: 9.299 Stück) der Marken R Raymon und Husqvarna. Das Absatzplus habe zu einer "deutlichen Steigerung der globalen Marktanteile" geführt, so das Unternehmen.

Umsatzprognose für 2021 leicht erhöht

Angesichts der Erlösentwicklung im ersten Quartal erhöhte der Pierer-Mobility-Vorstand die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2021 leicht auf 1,85 bis 1,95 Mrd. Euro. Bisher hatte das Management mit einem Jahresumsatz von 1,8 bis 1,9 Mrd. Euro gerechnet. Trotz der "anhaltenden Covid-19 bedingten Herausforderungen in den Lieferketten" ist der Ausblick des Vorstands "weiterhin positiv".

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Seit Jahresbeginn hat die Pierer-Mobility-Gruppe den Personalstand um 130 Personen auf 4.730 erhöht. Das Unternehmen sucht nach eigenen Angaben weiterhin Mitarbeiter in allen Bereichen. (apa/red)

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