Erdgas

Kroatien will Bau des LNG-Terminals auf Insel Krk beschleunigen

Kroatiens Parlament will mit einem Spezialgesetz den Bau des LNG-Terminals durchpeitschen. Bewohner der Insel kündigen Widerstand an.

Öl und Gas Mineralölindustrie Kroatien LNG Erdgas

Das kroatische Parlament hat ein Spezialgesetz für das Terminal für Flüssiggas (LNG) verabschiedet, um den geplanten Bau einer schwimmenden Anlage auf der nordadriatischen Insel Krk zu beschleunigen. Gegen die sogenannte "Lex LNG" gab es heftigen Widerstand von Opposition, Lokalverwaltung und Umweltorganisationen, berichteten kroatische Medien.

Umweltschützer und die lokale Bevölkerung kündigten neue Proteste gegen das Projekt an, in der Sommersaison wollen sie auch die Brücke zwischen der Insel Krk und dem Festland schließen. Die Regierung weist die Umweltbedenken sowie Kritik, dass das Terminal dem Tourismus schaden würde, zurück.

Das LNG-Terminal, das die Abhängigkeit vom russischen Gas verringern soll, wird von der EU mit 102 Mio. Euro mitfinanziert werden. Das Projekt in Omisalj auf der Insel Krk soll in zwei Phasen gebaut werden, zunächst soll eine schwimmende Anlage gebaut werden, später auch ein Bodenterminal.

White Paper zum Thema

Das Staatsunternehmen hinter dem Projekt, LNG Hrvatska, hat kürzlich laut Medienberichten die Kapazität des Terminals heruntergeschraubt, um die Probabilität zu sichern. Der Projektwert soll somit 250 Mio. Euro betragen, um 90 Mio. Euro weniger als ursprünglich geplant. Laut Ankündigungen soll das schwimmende LNG-Terminal 2020 realisiert werden. (apa/red)