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Kroatien und Serbien modernisieren Bahnstrecke Belgrad-Zagreb

Ein aufsehenerregendes Projekt der einstigen Brudervölker Jugoslawiens, die später zu erbitterten Feinden wurden: Kroatien und Serbien wollen sich gemeinsam um Geld der EU für die Modernisierung einer wichtigen Bahnstrecke bemühen.

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Die vor allem in Serbien längst fällige Modernisierung der 412 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen Belgrad und Zagreb hat nun an Aktualität gewonnen. In Belgrad wurde ein entsprechendes Memorandum unterzeichnet. Die Modernisierungsarbeiten dürften im kommenden Jahr starten, kündigte die serbische Verkehrsministerin Zorana Mihajlovic an.

Gegenüber Belgrader Medien erklärte Mihajlovic auch, dass sich Kroatien und Serbien gemeinsam um die EU-Finanzmittel für Projektunterlagen bemühen würden.

Der Wert der Bauarbeiten an der 116 Kilometer langen Strecke durch Serbien, wo die Züge derzeit mancherorts mit einer Geschwindigkeit von nur 30 Stundenkilometern fahren, wird auf 250 Mio. Euro geschätzt.

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Kroatien baut schon

Kroatien hat bereits mit der Streckenmodernisierung begonnen. Bisher wurden 958 Mio. Kuna (128,8 Mio. Euro), zum Teil von der EU mitfinanziert, dafür ausgegeben. Im Plan ist laut früheren kroatischen Medienberichten die Modernisierung einer weiteren Teilstrecke im Wert von 300 Mio. Kuna (40,3 Mio. Euro).

Die Modernisierung der gesamten Strecke würde laut Mihajlovic die Zugfahrt von Belgrad nach Zagreb von derzeit sieben um etwa drei Stunden verkürzen. (apa/red)

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