Paketlogistik

Kritik der WKÖ: Steuervorteile für Pakete aus China sollen vorerst bleiben

Immer wieder kritisiert die Wirtschaftskammer die bestehenden Steuervorteile für Pakete aus Drittländern - jetzt könnte die Abschaffung dieser Begünstigungen noch später kommen als zunächst geplant.

Das Ende des EU-weiten Steuervorteils für Packerl aus China und anderen Drittländern könnte sich verzögern. Die Freigrenze für Online-Bestellungen unter 22 Euro aus Nicht-EU-Staaten sollte eigentlich spätestens am 1. Jänner 2021 Geschichte sein. Nun habe die EU-Kommission aber vorgeschlagen, das Mehrwertsteuerpaket für den elektronischen Handel um sechs Monate zu verschieben, kritisierte die Wirtschaftskammer.

"Vehemente Ablehung" seitens des österreichischen Handels

"Diese Verschiebung ist aus Sicht des österreichischen Handels weder sinnvoll noch notwendig und wird daher vehement abgelehnt", teilte die Sparte Handel mit. "Mit einem Aus der 22-Euro-Freigrenze für Kleinsendungen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union wäre ein Steuerschlupfloch für ausländische Onlinehandelsgiganten geschlossen. Am sinnvollsten wäre daher ein schnellstmöglicher Wegfall der 22-Euro-Grenze schon vor dem 1. Jänner 2021 - je früher, desto besser", erklärte Spartenobmann Peter Buchmüller. (apa/red)

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