Gasversorgung

Kreml räumt "Schwierigkeiten" bei Turkstream ein

Der Kreml hat "Schwierigkeiten" beim Bau der geplanten Gaspipeline Turkstream zwischen Russland und der Türkei eingeräumt. Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan hätten sich aber bei einem Treffen in Moskau auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigt.

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"Das ist ein komplexer Vorgang, der auch Schwierigkeiten einschließt, aber alles läuft seinen Gang", betonte er. Putin und Erdogan wollen sich demnach bis Jahresende noch ein- bis zweimal treffen, um über das Projekt zu sprechen. Die Türkei hatte im September erklärt, die seit mehreren Monaten laufenden Gespräche seien zwar nicht gescheitert, lägen aber "auf Eis". Dies liege an einem "Mangel an gegenseitigem Vertrauen". Kreml-Sprecher Peskow sagte nun: "Die Türkei bleibt ein sehr wichtiger Partner für uns."

Die Pipeline Turkstream soll die geplante Leitung South Stream ersetzen, die unter dem Schwarzen Meer und an der Ukraine vorbei Gas nach Südeuropa bringen sollte. Ende 2014 hatte Russland South Stream vorerst aufgegeben und zur Begründung auf eine Blockade durch die EU-Kommission verwiesen. Durch die Leitung Turkstream soll ebenfalls an der Ukraine vorbei Gas in Richtung Europa strömen. (apa/afp)