Druckmaschinen

Kräftiger Gewinnschub beim Druckmaschinenbauer KBA

Dreieinhalb Jahre nach der großen Entlassungswelle in Niederösterreich schreibt der deutsche Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer satte Gewinne. Heuer soll der Umsatz weiter auf 1,25 Milliarden Euro steigen.

Der deutsche Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer (KBA) legt sich die Latte nach einem kräftigen Gewinnschub höher. Seine mittelfristigen Ziele habe das Unternehmen bereits 2016 vorzeitig erreicht, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Der Umsatz sei binnen Jahresfrist um 14 Prozent auf 1,68 Mrd. Euro gestiegen, der Überschuss habe sich auf gut 82 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Vor allem das Exportgeschäft und das Geschäft mit Verpackungsdruck habe KBA beflügelt.

Das Unternehmen will daher zu seinem 200-jährigen Firmenjubiläum den Aktionären nach einer Durststrecke wieder kräftig einschenken. "Nach einem Jahrzehnt mit Umsatzrückgängen und unbefriedigenden Margen wollen wir unsere Aktionäre an diesem Erfolg angemessen beteiligen", sagte Finanzvorstand Mathias Dähn. Sie sollen 50 Cent je Aktie Dividende bekommen, nachdem sie zuletzt leer ausgegangen waren.

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KBA kämpfte lange mit der Absatzschwäche seiner Branche und stemmte sich mit Sparrunde um Sparrunde gegen den Niedergang. Für die Zukunft strotzen die Mainfranken nun vor Zuversicht. Im laufenden Jahr soll demnach der Umsatz auf 1,25 Mrd. Euro wachsen und die operative Marge sechs Prozent betragen.

Bis 2021 peilt KBA nun ein jährliches Umsatzwachstum von vier Prozent an. Die operative Marge soll zwischen vier und neun Prozent liegen. Der Konzern will sein Ergebnis um 70 Mio. Euro durch steigende Effektivität, höhere Integration und einen wachsenden Serviceanteil steigern.

Kündigungen Ende 2013 in Niederösterreich

Der Druckmaschinenhersteller ist auch in Österreich vertreten. Wegen schwacher Geschäfte hatte die deutsche Konzernspitze Ende 2013 angekündigt, in Niederösterreich 400 bis 460 Mitarbeiter abzubauen. Nach einem viertägigen Streik der Belegschaft einigte man sich mit Betriebsrat und Gewerkschaft im Februar 2014 auf einen Abbau von 385 Stellen. Einzelne Bereiche wurden von Maria Enzersdorf nach Deutschland verlagert. (APA/Reuters/red)