Autoindustrie

Konzernchef von Audi: Erholung erst übernächstes Jahr zu erwarten

Audi-Chef Markus Duesmann erwartet eine Rückkehr des Autoabsatzes auf das Vorkrisenniveau übernächstes Jahr oder 2023. Es werde eine Aufwärtsbewegung geben, aber "nicht als scharfes V". Beim deutschen Autobauer gilt für die nächsten neun Jahre eine Beschäftigungsgarantie.

Audi-Chef Markus Duesmann erwartet eine Rückkehr des Autoabsatzes auf das Vorkrisenniveau im Jahr 2022 oder 2023. "Ich denke, das ist realistisch", sagte Duesmann dem "Handelsblatt" einem Vorausbericht zufolge. "Es geht langsam aufwärts, aber nicht als scharfes 'V', wie man sich das nach einer Krise wünscht."

Eine Verschärfung des Sparkurses sei nicht geplant, man stehe zu der Vereinbarung mit der Beschäftigungsgarantie bis 2029. "Da bin ich ganz zuversichtlich." Duesmann hatte im April den Chefposten übernommen. Der frühere BMW- und Daimler-Manager soll Audi eine Perspektive geben.

Bei E-Autos ist dabei bis Ende des Jahres ein Absatz von mehr als 40.000 Fahrzeugen geplant nach gut 17.000 im ersten Halbjahr. Dem Konkurrenten Tesla bescheinigt Duesmann in einigen Punkten einen Vorsprung von zwei Jahren, etwa bei Rechnern, Software-Architektur und dem automatisierten Fahren. "Beim Thema Digitalisierung sind wir in der zweiten Reihe."

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Duesmann verantwortet im ganzen Volkswagen-Konzern die Software-Entwicklung. Audi soll dabei nicht nur am Firmensitz in Ingolstadt das Zentrum der Software-Organisation beherbergen, sondern auch das Betriebsystem VW.OS erstmals mit allen Funktionen einsetzen. (reuters/apa/red)

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