Industriekonjunktur

Konjunkturindikator der Bank Austria weiter gesunken

Der Konjunkturindikator der Bank Austria ist zum ersten Mal seit fast drei Jahren unter seinen langjährigen Durchschnittswert gesunken, was dem weltweiten Trend entspricht. Doch in Österreich gebe es positive Effekte durch die Steuerreform, sagen die Konjunkturforscher der Bank.

Die Konjunkturstimmung in Österreich hat sich zu Beginn des zweiten Quartals 2019 weiter abgekühlt. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator ist im April auf 2,0 Prozent gesunken. Seit dem Allzeithoch von 4,5 Punkten im Dezember 2017 hat sich der Indikator in 14 der darauffolgenden 16 Monate verringert, teilten die Volkswirte der Bank mit.

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Mit dem Rückgang auf 2,0 Prozent ist der Indikator im April auch erstmals seit fast drei Jahren unter den langjährigen Durchschnittswert gesunken. "Die anhaltende Verschlechterung des Exportumfelds belastet die Geschäfte der heimischen Industrie stark. Allerdings haben sich die steigenden Herausforderungen im April auch ungünstig auf die Stimmung in anderen Wirtschaftsbereichen niedergeschlagen", erklärte Chefökonom Stefan Bruckbauer.

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Entwicklung entspricht dem weltweiten Trend

In fast allen Weltregionen sei eine Abschwächung des Konjunkturklimas spürbar. Während in Asien die Handelsspannungen mit den USA für Verunsicherung durch die Politik sorgen, schlagen sich innerhalb der Europäischen Union nach wie vor der Brexit und die bevorstehenden Wahlen zum Europaparlament als Belastung nieder.

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"Die Aussichten für die schwächelnde Weltwirtschaft sollten sich in der zweiten Jahreshälfte 2019 wieder etwas verbessern, wie einige Frühindikatoren mittlerweile anzeigen. Mit dieser Unterstützung wird die österreichische Wirtschaft nach dem moderaten Jahresbeginn wieder etwas besser in Schwung kommen. Wir erwarten unverändert ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent im Gesamtjahr 2019", sagte der Bank-Austria-Volkswirt Walter Pudschedl.

"Österreich wird etwas besser in Schwung kommen"

Allerdings berge das Wiederaufflammen des Handelskonflikts zwischen der USA und China das Risiko, dass die leichte Erholung der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte im Keim erstickt werden könnte. Das erhöhe das Risiko einer US-Rezession 2020 und belaste damit auch das Wachstum in Österreich.

Die Ökonomen der Bank Austria erwarten für 2020 einen Anstieg des BIP in Österreich um 1,3 Prozent. "Die Unterstützung der heimischen Wirtschaft durch positive Effekte der ersten Etappe der geplanten Entlastungen, nämlich die Senkung der Krankenkassenbeiträge für Geringverdiener mit Beginn 2020, kommt aus dieser Sicht sicherlich nicht zum falschen Zeitpunkt", so Bruckbauer.

Die heimischen Konsumenten, dürften auch in den kommenden Monaten für eine stabil starke Wachstumsunterstützung für die österreichische Wirtschaft sorgen, prognostizieren die Ökonomen, zumal mit der Einführung des Familienbonus Plus zusätzlich fiskalische Impulse gesetzt worden seien. (apa/red)

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