Maschinenbau

Koenig & Bauer kämpft mit Engpässen bei Bauteilen

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer rechnet wegen seines laufenden Umbaus mit Rückgängen beim Gewinn. Das Familienunternehmen will sich auf den Verpackungsdruck konzentrieren, weil das Geschäft mit Zeitungsverlagen schwindet.

Der deutsche Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer kämpft mit Engpässen bei Bauteilen und rechnet auch für heuer mit Gewinneinbußen. 2018 blieben unter dem Strich 64 Mio. Euro - um 21 Prozent weniger als im Jahr davor.

Finanzvorstand Mathias Dähn geht für 2019 nur noch von einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 6 (2018: 7,1) Prozent aus, wie das Unternehmen mitteilte. Wenn die Konjunktur schwächle, könnten es auch nur vier Prozent werden. Das laufende Sparprogramm könne die Kosten der geplanten Wachstumsoffensive nicht wettmachen, die sich der Konzern bis 2021 rund 50 Mio. Euro kosten lassen will. Das verschreckte die Anleger: Die Aktie gab im vorbörslichen Handel 6,6 Prozent nach.

Mehr Verpackungsdruck

Das Familienunternehmen betreibt auch einen großen Standort in Mödling in Niederösterreich. In Zukunft will sich KBA auf den Verpackungsdruck konzentrieren, nachdem der Zeitungsmarkt dauerhaft rückläufig zu sein scheint und die Aufträge im Wertpapierdruck oft schwanken. Weiters dazu: Koenig & Bauer vergrößert sein Geschäft mit Verpackungsdruck >>

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Bis zum Jahr 2023 will Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann den Umsatz um gut ein Fünftel auf 1,5 Mrd. Euro ausbauen, die Ebit-Marge soll dann zwischen sieben und zehn Prozent liegen.

Umsatzplus auch für heuer erwartet

Für 2019 erwartet Koenig & Bauer ein Umsatzplus von bis zu vier Prozent. 2018 galt das gleiche Ziel - doch der Umsatz stieg nur leicht auf 1,23 (2017: 1,22) Mrd. Euro. Grund dafür waren Engpässe bei Teilen für Bogendruckmaschinen, die verspätet angeliefert worden seien.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte auf 87,4 (81,4) Mio. Euro, die operative Umsatzrendite lag mit 7,1 (6,7) Prozent über der Zielmarke von sieben Prozent. Der Wegfall von steuerlichen Verlustvorträgen drückte den Nettogewinn aber um 21 Prozent auf 64 Mio. Euro. Trotzdem soll die Dividende auf 1,00 (0,90) Euro je Aktie steigen. (reuters/apa/red)

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