Zulieferindustrie

Knorr-Bremse erwartet einen Milliardengewinn

Der Autozulieferer Knorr-Bremse verzeichnet starke Zuwächse in den ersten drei Quartalen und erwartet damit auch für das Gesamtjahr einen Milliardengewinn im operativen Geschäft.

Kräftige Zuwächse in den ersten neun Monaten des Jahres machen den Börsenneuling Knorr-Bremse zuversichtlich. Der deutsche Bremsenkonzern mit großen Standorten in Österreich hat vor wenigen Tagen für das laufende Jahr einen Umsatzzuwachs von bis zu neun Prozent auf 6,6 bis 6,7 (2017: 6,15) Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll zwischen 17,5 und 18,5 (18,1) Prozent liegen. Das entspricht einem operativen Gewinn von bis zu 1,24 Mrd. Euro.

Neue Bilanzierung

Im Februar hatte der Hersteller von Nutzfahrzeug- und Zug-Bremsen einen Umsatz von 6,4 bis 6,6 Mrd. Euro und eine Marge von 17 bis 19 Prozent in Aussicht gestellt. Damals hatte Knorr-Bremse aber noch nach dem deutschen HGB-Standard bilanziert.

Knorr-Bremse hatte im Oktober sein Börsendebüt in Frankfurt gefeiert. Mit einem Erlös von 3,7 Mrd. Euro war es der zweitgrößte Börsengang des Jahres in Deutschland. Im Dezember könnte die Aktie bereits in den Nebenwerteindex MDax aufrücken. Sie stieg am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 79,11 Euro, liegt damit aber noch knapp unter dem Ausgabepreis von 80 Euro.

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Ähnliche Zuwächse bei Komponenten für Lkw wie auch in der Bahnindustrie

In den ersten neun Monaten kletterte der Konzernumsatz um 9,5 Prozent auf 4,99 Mrd. Euro. Dabei legten das Lkw- und das Schienenfahrzeug-Geschäft fast im gleichen Maße zu. Das Ebitda kletterte um 13 Prozent auf 876 Mio. Euro, die Marge verbesserte sich damit auf 17,5 (Vorjahr: 17,1) Prozent. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 497 Mio. Euro, der 28 Prozent höher ausfiel als ein Jahr zuvor. (reuters/apa/red)

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