Autonomes Fahren

Knapp 70 Prozent der Deutschen wollen autonome Autos nicht

Für amerikanische Internetkonzerne und die Autoindustrie sind selbstfahrende Autos die Zukunft der Mobilität - außerhalb dieser Industrien hält sich die Begeisterung in engen Grenzen.

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Zwei von drei Deutschen misstrauen selbstfahrenden Autos. Nach einer von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Emnid-Umfrage stehen 67 Prozent der Technik des autonomen Fahrens grundsätzlich sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber.

Unfälle, Kontrollverlust, Hackerangriff

Als häufigste Gründe wurden die Angst vor Unfällen, die Sorge vor Verlust der eigenen Kontrolle über das Auto und vor Hackerangriffen genannt. Begeisterung signalisiert hingegen nur etwa jeder Vierte.

Der Befragung zufolge können sich 61 Prozent der Autofahrer nicht vorstellen, ein selbstfahrendes Auto zu nutzen. Viele können sich allerdings eine Nutzung für andere vorstellen. Als eventuelle Nutzer genannt werden hier vor allem Menschen mit Behinderung, Ältere und Touristen.

White Paper zum Thema

Große Mehrheit denkt nicht daran, autonome Autos nutzen zu wollen

Nach Schätzungen der Fraunhofer-Gesellschaft ist es wahrscheinlich, dass das automatisierte Fahren zwischen 2027 und 2037 zumindest auf vorgegebenen Routen funktioniert. Der Vorstellung zufolge sollen dann autonome Shuttles als Linienbus, Schulbus oder Zubringer zum nächstgelegenen Bahnhof verkehren. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid befragte im Jänner mehr als tausend Bürger in Deutschland. (afp/apa/red)

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