Chemische Industrie

Klimawandel sorgt für Lieferengpässe bei BASF

Die historische Hitzewelle dieses Jahres lässt nicht nur den Strompreis dramatisch steigen - sie beeinträchtigt auch die Produktion sowie die Logistik beim weltgrößten Chemiekonzern BASF. Auch Lieferengpässe seien möglich, so der Hersteller.

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Die derzeitige Hitzewelle macht dem deutschen Chemiekonzern BASF zu schaffen. Im Werk Ludwigshafen sei wegen der anhaltend hohen Temperaturen und des Niedrigwassers im Rhein die Produktion und die Logistik beeinträchtigt, teilt BASF mit. Bei einem Andauern der Wetterlage könne es in Einzelfällen zu Lieferengpässen kommen.

BASF muss Produktion teilweise herunterfahren

Wegen der hohen Temperaturen und der dramatisch niedrigen Pegelstände in den Flüssen sei die Wiedereinleitung des aufgeheizten Kühlwassers in den Rhein begrenzt. Um die Vorgaben der Behörden einzuhalten, müsse BASF die Produktion in Ludwigshafen nach und nach einschränken.

Im Rhein fehlt das Wasser

Außerdem könnten aufgrund der sinkenden Flusspegelstände Waren nur noch begrenzt über den Rhein abtransportiert werden. Mit Kunden würde deshalb über die Verlagerung der Transporte auf andere Verkehrsträger gesprochen.

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