Klimawandel

Klimaerwärmung: Großkonzerne rechnen mit Milliardenkosten schon in den nächsten fünf Jahren

200 der weltgrößten börsennotierten Firmen erwarten laut einer Studie, dass die voranschreitende Zerstörung der Ökosysteme der Erde Kosten in hoher dreistelliger Milliardenhöhe verursachen wird - und zwar schon in den nächsten fünf Jahren.

Rund 200 der weltweit größten börsennotierten Firmen rechnen einer Studie zufolge in den kommenden fünf Jahren mit Kosten durch den Klimawandel in hoher dreistelliger Milliardenhöhe.

Eine Untersuchung bei 215 Großkonzernen habe ergeben, dass die Unternehmen wegen steigender Temperaturen, starker Wetterschwankungen und der Einpreisung von Treibhausgas-Emissionen zusätzliche Kosten von insgesamt 970 Milliarden Dollar (867 Mrd. Euro) erwarten, wie die britische Organisation CDP mitteilte. Ein Großteil davon werde bereits in den kommenden fünf Jahren erwartet. Etwa die Hälfte der zusätzlichen Ausgaben werde als "wahrscheinlich bis praktisch sicher" angesehen.

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Zugleich sahen viele Unternehmen der Studie zufolge auch große Chancen beim Übergang zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft. Das zusätzliche Potenzial wurde von den Firmen mehr als doppelt so hoch wie die zusätzlichen Kosten gesehen. Darin enthalten sind etwa eine schneller als erwartet steigende Nachfrage nach Elektro-Fahrzeugen oder Investitionen in erneuerbare Energien. Die meisten Firmen hätten aber immer noch Schwierigkeiten, die Auswirkungen des Klimawandels sachgemäß einzuschätzen.

Die britische Organisation CDP setzt auf Transparenz bei den Klimakosten, um Investitionen in umweltfreundliche Industrien zu fördern. Die Studie umfasst Firmen wie Apple, Microsoft, Unilever, UBS, Nestle, China Mobile, Infosys, Sony und BHP. Zusammen kommen die Konzerne auf einen Börsenwert von rund 17 Billionen Dollar. (reuters/apa/red)

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