Klimaschutz

Klima- und Energiefonds mit deutlich höherem Budget für 2020

Das Präsidium des Klima- und Energiefonds hat das Jahresprogramm für 2020 beschlossen: Für Projekte in diesem Jahr stehen 158 Millionen Euro zur Verfügung - das ist ein Plus von 57 Millionen Euro.

Klima- und Energiefonds Klimaschutz Wasserstoff Energie Energie & Umwelt

Geschäftsführer Ingmar Höbarth mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Geschäftsführerin Theresia Vogel

158 Millionen Euro: So viel steht dem Klima- und Energiefonds der Bundesregierung in diesem Jahr für Projekte zur Verfügung, die ab sofort starten. Der Fonds ist dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz sowie europäischen Mitteln. "Wir haben uns im Regierungsprogramm viel vorgenommen – bis 2030 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien. Dafür wollen wir auf einer Million Dächern umweltfreundlichen Sonnenstrom erzeugen. Mit 13,7 Millionen an Förderung machen wir heute einen großen Schritt", so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Der Fonds hat mit einem Förderbudget von 1,4 Milliarden Euro in den letzten zwölf Jahren 30 Programme entwickelt und mehr als 144.000 Projekte gefördert. Diese haben im Schnitt das 4-fache an Investitionen ausgelöst. „Die Energie- und Mobilitätswende in Österreich voran treiben bedeutet für uns auch, die heimische Konjunktur durch Klimaschutzmaßnahmen anzukurbeln. Zahlreiche Projekte stehen in den Startlöchern – dank des deutlich erhöhten Budgets gehen diese nun in die Umsetzung. Denn die Klimakrise braucht jetzt konkrete Maßnahmen – wir hoffen daher, dass der positive Budgetpfad auch in den nächsten Jahren fortgesetzt wird“, so die Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, Theresia Vogel und Ingmar Höbarth.

Schwerpunkte 2020

Einige Projekte sollen das Energie- und Mobilitätssystem zukunftsfit machen, indem der Ausbau von erneuerbarer Energie, die Sektorkopplung, die Integration von Speichern, Maßnahmen zur Energieeffizienz und erneuerbare Wärmesysteme in einem klug gesteuerten Energiesystem unterstützt werden und das Angebot an klimafreundlicher Mobilität ausgebaut wird.

White Paper zum Thema

Beim Thema Klimawandel sollen Städte und Regionen, Infrastrukturbetreiber, Wirtschaftssektoren/Branchen und der Gesundheitssektor durch konkrete Anpassungsprogramme in der Bewältigung der Folgen der Klimakrise unterstützt werden.

Ein Schwerpunkt ist eine fossilfreie Wirtschaft: Vor allem die energieintensive Industrie soll bei der zügigen Transformation, dem Ausstieg aus fossiler Energie unterstützt werden. Gleichzeitig sollen Entwicklung und Erprobung von innovativen Technologien in großflächigen Testbeds (z.B. Wasserstoff-Technologie, Sektorkopplung und Speichertechnologien, integrierte regionale Systeme, urbane Entwicklung, innovative Sanierungen, Logistik) forciert werden.

Letztlich soll mit speziellen Angeboten und Initiativen Privatkapital mobilisiert werden. Damit soll das öffentliche Budget entlastet und die Energie- und Mobilitätswende noch engagierter vorangetrieben werden.
 

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