Bauindustrie

Kesselbau: Kohlenmonoxid-Unfälle in Wien stiegen wieder an

In Wien sind im vergangenen Jahr die Unfälle durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen leicht gestiegen. Nachdem die Zahl der Unfälle mit der Einführung neuer gesetzlicher Regelungen seit 2012 abgenommen hat, wurde 2017 wieder ein Anstieg um 17 Prozent verzeichnet

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2016 gab es 23 Kohlenmonoxid-Unfälle, 2017 waren es 28. Einer davon endete tödlich. Heuer gab es bisher 15 CO-Unfälle. Grund dafür ist laut Leiner, dass das nötige jährliche Service der Gasgeräte gar nicht oder nur mangelhaft durchgeführt werde. "Leider werden die Menschen wieder nachlässig, wenn weniger Dramatisches passiert", sagte er. 2017 mussten mit 7.895 Anlagen um etwa 25 Prozent mehr wegen Gefahr im Verzug gesperrt werden als noch im Jahr davor. "Eine gute Wartung braucht Zeit und kostet Geld", fügte Leiner hinzu. Er warnte vor "unseriösen Billigstanbietern."

Auch die Zahl der Wohnungsbrände steige: In Wien gebe es jährlich rund 10.000 Brandeinsätze der Berufsfeuerwehr, so Leiner. Häufige Ursachen seien falscher Umgang mit offenem Feuer, Überlastung von Steckdosen sowie unsachgemäße Verkabelungen und veraltete Leitungen. Außerdem sei zwar für jede Wohnung ein Elektrobefund vorgeschrieben, dies werde aber - außer bei Neuvermietungen - nicht kontrolliert, kritisierte der Innungsmeister.

Dazu kommt, dass der Rauch durch neue Baustoffe und mehr Einsatz von Kunststoffen giftiger geworden ist. Zwei Drittel der Brandopfer sterben an einer Rauchgasvergiftung. Dem könnte durch den Einsatz von Rauchmeldern vorgebeugt werden, betonte Leiner. Für Neubauten sind sie zwar vorgeschrieben, aber nur in einem Aufenthaltsraum. Für Altbauten gebe es gar keine entsprechende gesetzliche Regelung, kritisierte er.

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