Energiewirtschaft

Kelag plant heuer große Investitionen in Kraftwerke und Netze

Weil es in Kärnten genug Wasser in den Flüssen gab, hat der Landesversorger Kelag sein Ergebnis im Vorjahr deutlich erhöht. Für heuer plant die Kelag große Investitionen in neue Kraftwerke, Windparks, aber auch in Biomasse und in neue Stromnetze.

Der Kärntner Energieversorger Kelag hat im vergangenen Jahr den Umsatz um knapp zehn und das Ergebnis um knapp 15 Prozent gesteigert. Das gab das Unternehmen bekannt. Wesentlicher Faktor für das gute Abschneiden war die höhere Wasserführung, die Stromerzeugung aus Wasserkraft lag um 20 Prozent über dem Wert von 2017.

Wachstum "auf Basis erneuerbarer Energien"

Der Konzernumsatz betrug 1,28 Mrd. Euro, das Investitionsvolumen inklusive Instandhaltung lag bei 146,6 Mio. Euro, unter dem Strich erwirtschafteten die 1.641 Mitarbeiter ein Jahresergebnis von 92 Mio. Euro. Für die Kelag-Vorstände Manfred Freitag und Armin Wiersma sind die Zahlen "Bestätigung für unsere langfristig angelegte Wachstums- und Innovationsstrategie auf Basis erneuerbarer Energien".

Die Umsatzsteigerungen kamen vor allem aus dem Geschäftsfeld Strom, wo das Unternehmen 9.000 neue Privatkunden gewonnen hat. Zufrieden sind die Vorstände auch mit dem neuen Segment Telekommunikation/Breitbandvermarktung. Seit zwei Jahren bietet die Kelag Geschäftskunden den Anschluss an das Glasfasernetz an.

White Paper zum Thema

Für das laufende Jahr plant die Kelag Investitionen in der Höhe von rund 160 Mio. Euro. Schwerpunkte sind weiter Wasser- und Windkraftprojekte, dazu Biomasseprojekte im Wärmegeschäft sowie Ausbau und Modernisierung der Netzinfrastruktur. Bezüglich des Jahresergebnisses erwartet der Vorstand Kontinuität. (apa/red)

Etwa die Hälfte an Kelag gehört dem deutschen Energieunternehmen Innogy.

Aktuell dazu:

Verkauf von Innogy an Eon: Ein problematischer Deal für die Branche >>

Kelag-Anteilseigner Innogy mit Milliardenabschreibung in England >>

Verwandte tecfindr-Einträge