Industrieautomation

Keba: Umsatz von China-Joint Venture stieg "ganz gewaltig"

Der Linzer Industrieautomatisierer Keba steigerte den Umsatz 2012/13 (per Ende März) um 16 Prozent von 129,7 auf 150,1 Millionen Euro . Das Ergebnis, das erst später veröffentlicht wird, sei ebenfalls besser als im Jahr zuvor gewesen, berichtete Vorstandsvorsitzender Gerhard Luftensteiner am Dienstag im Bilanzpressegespräch.

Maschinenbau Industrieelektronik Gerhard Luftensteiner Top 1000 Manager

Für das laufende Jahr geht er von einem geringeren Wachstum aus: "Das Umfeld wird schwieriger."Luftensteiner begründete das Wachstum des Vorjahres mit einer "starken Fokussierung auf Branchensegmente". Einerseits sei man in der Industrieautomation sehr gut positioniert, andererseits habe man Marktanteile in der Bankautomation dazugewonnen.

Mitarbeiterplus Die Mitarbeiterzahl in der Gruppe erhöhte sich 2012/13 von 790 auf 810. Der Exportanteil sank von 83 auf 80 Prozent.Luftensteiner erklärte dies vor allem mit Zuwächsen beim Bankengeschäft in Österreich, im Geldumschlagsbereich verfüge man mittlerweile über einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent. Der Plafond sei hier erreicht, eine Steigerung der Kundenanzahl kaum mehr möglich. Asien wird interessanter

Wachstumspotenzial ortet der Vorstandschef vor allem am asiatischen Markt. Der Umsatz des chinesischen Joint Venture CBPM-Keba mit Schwerpunkt in der Bankautomation, an dem 25 Prozent gehalten werden, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr "ganz gewaltig" von 24,7 auf 38,5 Mio. Euro.Im April wurde Keba Südkorea gegründet. Man habe erste Kunden im Maschinenbau und der Robotik gewonnen, berichtete Luftensteiner. Die Linzer sind auch in Japan und Taiwan tätig. Zu Jahresbeginn wurden 55 Prozent am niederländischen Unternehmen Delem B.V. übernommen, das sich mit der Automatisierung von Abkantpressen beschäftigt und im Vorjahr 14,8 Mio. Euro umgesetzt hat. In den Keba-Zahlen wird es vorerst nicht ausgewiesen."Sehr zufrieden" zeigte sich der Vorstandschef mit dem zu Jahresbeginn in Betrieb genommenen Produktionsstandort am früheren Quelle-Areal in Linz. 5.000 Quadratmeter stehen dort für die Fertigung von Geldautomaten, Stromtankstellen und Paketautomaten zur Verfügung. Im Stammwerk mit 10.000 Quadratmetern Fläche konzentriert sich Keba auf die Elektronikfertigung.

Auftragseingang gut wie im Vorjahr
Luftensteiner berichtete von zahlreichen Projektanfragen in der Paketautomation und von einem neuen Großkunden in der Bankautomation: Bei der Bank Austria hat das Unternehmen insgesamt 227 Kontoserviceterminals installiert.Der Auftragseingang von Keba lag in den ersten Monaten des laufenden Jahres laut dem Vorstandschef auf Vorjahresniveau. Das wirtschaftliche Umfeld sei aber nicht gerade geeignet, "in Jubelstürme auszubrechen". Luftensteiner kritisierte, dass Österreich deutlich an Wettbewerbsfähigkeit verliere und gleichzeitig politische Forderungen nach zusätzlichen Kosten aufgestellt würden. (APA/red)

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