Geschäftsjahr

Keba: Kräftiger Umsatzanstieg

Die Linzer steigerten ihren Umsatz im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 17 Prozent.

Elektronik Gerhard Luftensteiner Top 1000 Manager

Die international tätige Elektronikfirma Keba mit Hauptsitz in Linz hat im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2011/2012 den Umsatz um 17 Prozent auf erstmals 130 Millionen Euro gesteigert - eine Folge der guten Situation der Industrie beziehungsweise der Internationalisierung. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Luftensteiner in einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz mit. Er berichtete zudem über einen großen Geldautomaten-Auftrag aus dem Oman.

EGT "gut entwickelt"

Zu den Erträgen wollte der Keba-Chef noch nichts sagen. Derzeit seien die Rechnungsprüfer am Werk, die Zahlen würden am Ende des Herbstes veröffentlicht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) habe sich aber "gut entwickelt". Für heuer hat er sich "weiter wachsen" vorgenommen. Mit dem selben Ausmaß wie im vergangenen Geschäftsjahr rechnet Luftensteiner aber nicht.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist zuletzt von 760 auf 790 gewachsen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben mit der Umsatzsteigerung Schritt gehalten - die Quote blieb bei 17 Prozent. In absoluten Zahlen legten sie von 19 auf 21,5 Millionen Euro zu. Der Export-Anteil ist mit 83 Prozent nahezu gleichgeblieben. Der Anteil der Geschäftsbereiche Industrieautomation sowie Bank- und Dienstleistungsautomation am Gesamtumsatz beträgt jeweils rund die Hälfte. Das 2008/2009 gestartete Geschäftsfeld Energieautomation - unter anderem Stromtankstellen und Steuerungen für Alternativheizsysteme - befinde sich noch "in den Anfängen", bilanzierte Luftensteiner, "aber wir haben die Erwartungshaltung, dass es kommt".

Auftrag aus dem Oman

Zum Jahreswechsel erhielt Keba einen Auftrag der HSBC Oman Bank für die Lieferung von 212 Geld-Automaten mit Cash-Recycling-Technologie. Dabei wird Bargeld bei der Einzahlung geprüft und bei der nächsten Auszahlung wieder ausgegeben. Dadurch entsteht ein geschlossener Geldkreislauf. Das vergrößert die Befüllungsintervalle und verkleinert den Aufwand für Nachttresore sowie Werttransporte. Die Folge sind geringere Kosten für die Geldinstitute, außerdem wird der eingezahlte Betrag sofort auf dem Konto verbucht.

Für den Oman werden die Automaten auch noch mit einer Finger-Venen-Scan-Authentifizierung für Kunden ausgestattet, die ein erhöhtes Auszahlungslimit wünschen. Dass die Venen unterhalb der Hautoberfläche verborgen sind, macht Fälschungen extrem schwierig. Zudem ermöglichen die Automaten ein Multi-Currency-Handling zur Einzahlung von Euro, US-Dollar, Britischen Pfund und die lokale Währung UES-Dirham. 50 Automaten seien bereits installiert, berichtete Luftensteiner. Mit dem Auftrag mit einem Volumen "im guten einstelligen Millionen-Bereich" öffne sich für Keba der arabische Raum. (APA)

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