Rohstoffe

Kasachstan ist Österreichs größter Erdöllieferant

Österreich hat im Vorjahr mehr als 900 Millionen Euro für Erdöl aus Kasachstan ausgegeben. Das Land ist der wichtigste Partner Österreichs in Zentralasien - trotzdem könnte der Handel mit Kasachstan deutlich ausgebaut werden, so der Wirtschaftsdelegierte Rudolf Thaler.

Kasachstan ist Österreichs größter Erdöllieferant. Im Vorjahr hat Österreich aus dem Land Erdöl um mehr als 900 Mio. Euro bezogen, teilte Rudolf Thaler, Wirtschaftsdelegierter der WKO in Almaty, Kasachstan, mit. Praktisch alle Importe Österreichs aus Kasachstan entfallen auf Erdöl.

Größter Handelspartner Österreichs in Zentralasien

Damit ist Kasachstan der größte Handelspartner Österreichs in Zentralasien. Die Gesamtimporte aus der Region betrugen im Vorjahr 950 Mio. Euro - davon entfielen 944,8 Millionen Euro auf Kasachstan, 99 Prozent davon auf Erdöl. Der Handel mit den weiteren Ländern Zentralasiens - Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan - ist schwächer. Aus den vier Ländern wurden insgesamt Waren im Wert von nur 5,2 Millionen Euro importiert.

Im Gegenzug exportierten Österreichs Unternehmen nach Zentralasien Waren um 240 Mio. Euro, davon entfielen 149 Mio. Euro auf Kasachstan. Zweitgrößter Exportpartner in Zentralasien ist Usbekistan mit 42 Millionen Euro, gefolgt von Turkmenistan mit 29 Millionen Euro.

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In der Zukunft soll sich das aber ändern. "Mit Ausnahme Kasachstans ist Zentralasien allerdings noch zu wenig am Exportradar österreichischer Unternehmen", meint Thaler. Gerade für Österreichs Technologiebetriebe bestehe die Möglichkeit, von der aufstrebenden Wirtschaft Zentralasiens zu profitieren. So sei beispielsweise Bedarf in den Feldern Landwirtschaft, Energie, Infrastruktur und Industriemodernisierung vorhanden. (APA/red)

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