Schienenkartell

Kartellsünder Vossloh muss Millionenstrafe an die Bahn zahlen

Wegen Preisabsprachen beim Verkauf von Schienen an die Deutsche Bahn wurde jetzt auch der Bahntechnikkonzern Vossloh zu einer Millionenstrafe verurteilt. Dem Schienenkartell gehörten seinerzeit auch Thyssenkrupp und die Voestalpine an.

In der deutschen Schienenkartell-Affäre zahlt der Verkehrstechnikkonzern Vossloh der "Süddeutschen Zeitung" zufolge der Deutschen Bahn eine Entschädigung in zweistelliger Millionenhöhe.

"Wir bleiben konsequent in der Verfolgung unserer Ansprüche wegen rechtswidriger Kartellabsprachen", zitiert das Blatt in einem Vorabbericht Bahn-Vorstand Ronald Pofalla. Seinen Worten zufolge ist noch ein an dem Kartell beteiligtes Unternehmen übrig, das ebenfalls einen Ausgleich zahlen soll.

Zuletzt hatte das Bundeskartellamt wegen unzulässiger Preisabsprachen ein Bußgeld von knapp 3,5 Millionen Euro gegen eine Vossloh-Tochter verhängt. An dem im Jahr 2011 aufgeflogenen Schienenkartell beteiligt waren auch die Thyssenkrupp GfT Gleistechnik GmbH und die österreichische Voestalpine BWG GmbH. Thyssenkrupp musste in diesem Zusammenhang Bußgelder in Höhe von 191 Millionen Euro zahlen. (reuters/apa/red)

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