Metallindustrie

Kartellstrafen gegen fünf Aluminiumhersteller verhängt

Das deutsche Bundeskartellamt hat Millionenstrafen gegen fünf Aluminiumhersteller verhängt. Die Behörde betrachtet es als erwiesen, dass die Produzenten Preise abgesprochen hatten.

Das deutsche Bundeskartellamt hat Geldstrafen in Höhe von 175 Mio. Euro gegen fünf Aluminium-Produzenten wegen verbotener Absprachen verhängt. Leitende Mitarbeiter der Unternehmen hätten sich jahrelang darüber verständigt, wie Kostensteigerungen an Kunden weitergegeben werden könnten, teilten die Wettbewerbshüter mit. Zu den wichtigsten Kunden der Schmiedebetriebe zählen den Angaben zufolge Zulieferer und Hersteller aus der Autoindustrie.

Auch Kunden aus dem Motorradbereich und diversen anderen Branchen seien beliefert worden, teilte die Behörde mit. Bei regelmäßigen Treffen hätten sich leitende Mitarbeiter der Aluminium-Schmieden jahrelang über wesentliche Preisbestandteile und Rabatte ausgetauscht, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.

Die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte ein Schmiede-Unternehmen, das einen Kronzeugenantrag gestellt hatte. Gegen diese Firma wurde keine Strafe verhängt. Die verhängten Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen die Bescheide kann Einspruch eingelegt werden, über den das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden würde. (dpa/apa/red)