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Kanzler Kurz: ABB, Apple und Novartis planen Investitionen in Österreich

Bundeskanzler Sebastian Kurz berichtet nach Gesprächen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von großen Investitionen des Schweizer Industrieriese ABB bei B&R in Eggelsberg sowie des Computerherstellers Apple und des Pharmakonzern Novartis in Österreich.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist auch beim Weltwirtschaftsforum mit Managern zusammengetroffen, die größere Investitionen in Österreich planen. Mit ABB-Chef Peter Voser sprach Kurz über ein 100 Millionen Euro schweres Investment in Oberösterreich, mit Novartis-Chef Vasant Narasimhan über 30 Millionen Euro am Tiroler Standort Kundl.

ABB: Bisher größte Investition in Industrieautomation in Oberösterreich

Die Österreich-Gruppe des Schweizer Pharmariesen Novartis will in Forschung und Entwicklung investieren, verlautete aus dem Bundeskanzleramt. Der Schweizer Industriekonzern ABB tätigt am Stammsitz seines Tochterunternehmens B&R im oberösterreichischen Eggelsberg derzeit seine bisher größer organische Investition in Industrieautomation, wie ABB in einer Aussendung mitteilt. Für umgerechnet 100 Mio. Euro werde ein Innovations- und Bildungscampus geschaffen, der die Grundlage für 1.000 neue High-Tech-Arbeitsplätze bilden solle.

Apple will 300 Jobs in Österreich schaffen

Zuvor hatte Kurz nach einem Treffen mit Apple-Chef Tim Cook am Flughafen Zürich bekanntgegeben, dass der US-Digitalriese 300 Jobs in Österreich zur Produktion von Handy-Modems schafft, und zwar über eine Vorjahr von Intel übernommene Tochter.

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"Diese Firmen können es sich überall in der Welt aussuchen, wo sie investieren"

Kurz nutzt das Weltwirtschaftsforum bewusst "für Termine mit Wirtschaftsverantwortlichen, die man sonst nicht trifft". Über die Investments der Großkonzerne zeigte er sich erfreut. Es sei "schön", dass sie in Österreich investieren, da es sich um Unternehmen handle, "die sich überall in der Welt aussuchen können, wo sie investieren", so Kurz. "Es ist wichtig, diese Unternehmen gut zu begleiten und zu betreuen", sagte er mit Blick auf seine Gesprächstermine mit den Firmenchefs.

Novartis: Über 4.000 Mitarbeiter

Die Österreich-Gruppe des Pharmariesen Novartis schlug zuletzt im November in Sachen Facharbeitern Alarm - und stellte gleichzeitig Forderungen an damals noch künftige Bundesregierung. Man brauche beispielsweise endlich die gesetzlichen Grundlagen, damit Arbeitsbewilligungen schneller und leichter erteilt werden können, sagte Novartis Austria-Chef Michael Kocher damals.

Die österreichische Novartis-Gruppe betreibt die Tiroler Standorte Kundl und Schaftenau mit rund 4.000 Mitarbeitern, das in Oberösterreich gelegene Werk in Unterach am Attersee sowie die Vertriebs- und Marketingzentrale in Wien. In Kundl und in Schaftenau werden Investitionsprojekte mit einem Volumen von 200 Mio. US-Dollar (182 Mio. Euro) umgesetzt. (apa/red)

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