Stahlindustrie

Kanada und Mexiko fordern von den USA die Aufhebung der Strafzölle

Kanada und Mexiko haben die USA aufgefordert, die Strafzölle auf Stahl und Aluminium aufzuheben. Derzeit behindert ein Streit die Ratifizierung des neuen Handelsabkommens USMCA, ein Nachfolger von NAFTA.

Kanada und Mexiko haben die USA aufgefordert, die Strafzölle auf Stahl und Aluminium aufzuheben. Nur so könne ein "wahrhaftiger Freihandel" auf dem Kontinent entstehen, sagte die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit mexikanischen Vertretern.

Die drei Staaten hatten im Herbst ein neues Handelsabkommen unter dem Namen USMCA unterzeichnet - eine Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA.

Die Ratifizierung des Abkommens geriet im Streit um Strafzölle auf Importe aber ins Stocken. "Jetzt, da wir ein Freihandelsabkommen zwischen unseren Ländern haben und sich dieses Abkommen in allen drei Ländern in Richtung Ratifizierung bewegt, ist mehr denn je die Zeit dafür, die Zölle aufzuheben", sagte Freeland. Mexikos Wirtschaftsministerin Graciela Márquez Colín und der für Nordamerika zuständige Regierungsvertreter Jesus Seade stimmten ihr zu.

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Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr Importzölle auf Stahlprodukte in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminiumprodukte in Höhe von zehn Prozent erlassen. Außenministerin Freeland wird am Mittwoch in Washington zu ranghohen Gesprächen mit der US-Seite erwartet, um eine Lösung in dem Zollstreit zu erreichen. (afp/apa/red)

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