Agrarchemische Industrie

Kanada nimmt Insektengift von Bayer und Syngenta vom Markt

Kanada schränkt den Einsatz von Insektengiften ein, die für das Massensterben von Bienen verantwortlich gemacht werden. Allerdings dürfen die Gifte von Syngenta und Bayer noch bis zu fünf Jahre eingesetzt werden.

Kanada nimmt zwei bienenschädliche Insektizide vom Markt. Über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren solle der Einsatz der Agrarchemikalien im Freiland auslaufen, teilte die zuständige Behörde mit. Dabei geht es um Thiamethoxam von Syngenta und Clothianidin von Bayer.

Die sogenannten Neonicotinoide werden eingesetzt, um Sojabohnen, Mais und andere Getreidesorten vor Schädlingen zu schützen. Studien verweisen aber darauf, dass sie Bienen schädigen und auch Wasserlebewesen schaden, die Fischen als Futter dienen.

Über die Entscheidung kann nun 90 Tage lang beraten werden, ein endgültiger Beschluss wird für Ende 2019 erwartet. Ob auch ein dritter Wirkstoff, Imidacloprid von Bayer, ebenfalls von den Einschränkungen betroffen ist, soll bis Ende diesen Jahres entschieden werden. In der EU unterliegen die Mittel ebenfalls Beschränkungen beim Einsatz.

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Syngenta zeigte sich enttäuscht und warf der Behörde vor, nicht alle relevanten Informationen mit einbezogen zu haben. Bayer erklärte, Clothianidin verfüge über ein "günstiges Umweltprofil". (reuters/apa/red)