Metallverarbeiter

Kärntner Metallverarbeiter Modine wird geschlossen

Die amerikanische Konzernmutter will den in Kötschach ansässigen Metallverarbeiter mit 150 Beschäftigten schließen. Andere Werke des Unternehmens in Norditalien erklären sich mit den Kärntnern solidarisch und planen gemeinsame Protestaktionen.

Der in Kötschach-Mauthen in Kärnten (Bezirk Hermagor) ansässige Metallverarbeitungsbetrieb Modine wird mit Jahresende geschlossen. Modine gehört zu einem US-Konzern.

Das Land Kärnten teilt mit, dass für die 150 Mitarbeiter, die ihre Jobs verlieren, eine Arbeitsstiftung eingerichtet werde. Die Entscheidung über die Standortschließung wurde der Belegschaft mitgeteilt. Die Mitarbeiter wurden beim Frühwarnsystem des AMS gemeldet werden.

"Wir werden andere metallverarbeitende Betriebe kontaktieren sowie alternative Arbeitsplätze in der Region suchen, um möglichst viele Leute weiterzuvermitteln und wieder in Beschäftigung zu bringen", sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ).

Solidarität mit Modine aus Friaul

Nach der Bekanntgabe der Schließung haben die Mitarbeiter des Konzerns in Friaul ihre Solidarität mit den österreichischen Kollegen ausgedrückt. Modine hat Produktionswerke in Amaro und Pocena in der friaulischen Provinz Udine.

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"Wir sind mit den Kärntner Kollegen in Kontakt. Mit ihnen werden wir eventuell gemeinsame Initiativen organisieren", hieß es in einer Presseaussendung der Unternehmensgewerkschaften. Die italienischen Gewerkschaften forderten vom Konzern Informationen über Modines Strategien für die italienischen Produktionswerke. (apa/red)