Metallverarbeiter

Kärntner Metallverarbeiter Modine: 150 Mitarbeiter müssen gehen

Diese Woche werden bei Modine in Kärnten die Mitarbeiter freigestellt. Als die Konzernchefs in den USA die Schließung bekannt gaben, schickten sie in Körtschach gleich einen Sicherheitstrupp vorbei.

Das ist ein Symbolfoto.

Diese Woche werden beim Metallverarbeiter Modine im Kärntner Gailtal die rund 150 Mitarbeiter freigestellt. Das Werk in Kötschach-Mauthen soll wie berichtet geschlossen werden. Das gab vor wenigen Tagen die Konzernführung in den USA bekannt. Mehr dazu: Kärntner Metallverarbeiter Modine wird geschlossen >>

"Ab Ende Dezember beginnen dann die Kündigungsfristen, die zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten liegen, zu laufen", so das Bundesland Kärnten in einer Mitteilung.

Das Werk produziert Wärmetauscher für Kühlgeräte. Aktuell werden noch Aufträge abgearbeitet. Der Modine-Konzern hatte das Werk erst im November 2016 gekauft. Weil der Betrieb nach wie vor finanzielle Hilfen des Mutterkonzerns brauchte, wurde nun die Entscheidung über die Schließung getroffen.

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Amerikanische Konzernchefs schickten in Körtschach Sicherheitstrupp vorbei

"Wir müssen Überkapazitäten abbauen und die Produktionen konzentrieren. Dafür mussten wir jetzt allerdings leider auch das Werk im Gailtal schließen", so das Zitat des Vizepräsidenten von Modine, Dennis Appel, in einer offiziellen Mitteilung.

Wie der "Standard" hier berichtet, sind am Tag der Bekanntgabe plötzlich Sicherheitsmänner auf dem Firmengelände aufgetaucht - offenbar von der Konzernleitung herbestellt. "Die Konzernleitung hatte wohl Angst, dass es zu Ausschreitungen kommt", so Betriebsrat Michael Gassmayer gegenüber der Zeitung. "Aber die haben wir gleich weggeschickt, das ist nicht unsere Kultur".

Heimische Politiker versuchen den Schaden zu minimieren

Kärntner Politiker versuchen, nach der Entscheidung der Manager in den USA den Schaden für die Mitarbeiter abzumildern.

Nach Gesprächen von Politikern dreier Parteien mit Vertretern der Mitarbeiter und der Sozialpartnern bekräftigten die Teilnehmer, dass ein Sozialplan mit einer Arbeitsstiftung auszuhandeln sei und Informationen für mögliche Investoren bereitgestellt werden sollten.

An der Gesprächsrunde beteiligt waren Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (beide SPÖ), Landesrat Gernot Darmann (FPÖ), Landesrat Christian Benger (ÖVP), Landesrat Rolf Holub (Grüne) sowie Vertreter von Betriebsrat, Landesgesellschaften, Kammern, Gewerkschaft und Lokalpolitik.

(red/apa)