Maschinenbau

Jungheinrich plant neues Werk in Osteuropa

Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich erfreut sich einer weiter steigenden Nachfrage und plant den Bau eines größeren Werks in Osteuropa. Als Grund nennt Firmenchef Frey zu strenge Regulierungen an den Heimatstandorten.

Maschinenbau Jungheinrich Deutschland

Der deutsche Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich will sein Wachstum durch Investitionen im Ausland ankurbeln. "Wir planen ein Werk in Osteuropa", sagte ein Sprecher und bestätigte damit einen Bericht von "Börse Online". Zum Zeitplan und zur Investitionssumme machte er keine Angaben. Die Planung laufe noch, sagte er.

"Plus-minus 20 Millionen Euro sind da schnell weg", hatte zuvor das Magazin "Börse Online" Vorstandschef Hans-Georg Frey zitiert. Als einen Grund, warum das neue Werk in Osteuropa gebaut werde, nannte der Manager die dort im Vergleich geringere Regulierung.

"Hier kommen dauernd neue Belastungen aus Berlin. Was da alles unsere Flexibilität reduziert und die Bürokratie erhöht - das ermutigt nicht, hier weiter viel Geld auszugeben." Der Manager betonte aber, die Arbeitsplätze in Deutschland würden erhalten und auch ausgebaut.

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Prognose weiter angehoben

Zudem solle der Vertrieb im asiatisch-pazifischen Raum gestärkt werden, sagte Frey. Die Nachfrage nach Gabelstaplern von Jungheinrich brummt bereits seit längerem. Nach kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr hatte Frey zuletzt seine Prognose leicht angehoben.

Demnach peilt er 2017 einen Umsatz zwischen 3,35 und 3,45 Mrd. Euro und einen Auftragseingang zwischen 3,45 und 3,55 Mrd. Euro an. Für den operativen Gewinn (Ebit) hält der Manager den oberen Rand der Spanne von 250 bis 260 Mio. Euro für erreichbar. (reuters/apa/red)

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