Kollektivverträge

Jetzt gibt es auch beim Bahn-KV eine Streikdrohung

Während der Metaller-KV ausverhandelt worden ist, startet in Kürze die nächste Gesprächsrunde beim Kollektivvertrag für die Bahnindustrie. Im Vorfeld hat die Gewerkschaft ihre Streikdrohung bekräftigt, sollte es nicht zu einer Bewegung kommen.

In wenigen Stunden starten wieder die Verhandlungen zum Bahn-KV. Die Gewerkschaft hat ihre Streikdrohung bekräftigt, sollte es nicht zu einer Bewegung kommen. Es geht um einen Abschluss für rund 40.000 Beschäftigte in mehr als 60 Unternehmen.

Die Eckdaten zum neuen Metaller-KV:
Ein Metaller-KV "am oberen Rand" - trotzdem positive Worte von Arbeitgebern >>

Die größte unter den Firmen sind mit Abstand die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). "85 Prozent unserer Kolleginnen und Kollegen haben in der Vorwoche in einer Umfrage in den Eisenbahnunternehmen ihre Bereitschaft zu Kampfmaßnahmen erklärt", erinnerte der Vorsitzende der zuständigen Gewerkschaft vida, Roman Hebenstreit. "Zeigen die Arbeitgeber am Verhandlungstisch keine Bewegung, könnte das Geduldsguthaben der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner für die Arbeitgeber mit einem Schlag aufgebraucht sein", bekräftigte er die Streikdrohung der Arbeitnehmer.

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Die Arbeitgeber hatten 3 Prozent geboten, bzw. empfehlen sie ihren Betrieben eine solche Erhöhung. Das nennen die Arbeitnehmervertreter "inakzeptabel". Sie sagen zwar nicht offiziell, wie viel sie fordern - nur dass sie Inflation, Wirtschaftswachstum und die Produktivitätssteigerung abgegolten haben wollen. Dem Vernehmen nach haben sie aber 5 Prozent gefordert.

"Die Gewerkschafter sagen zwar, sie reichen uns die Hände - aber das nützt mir nichts, wenn die Fäuste geballt sind", sagte Thomas Scheiber, Obmann des Fachverbandes Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer, erst kürzlich im APA-Interview in Richtung der Gewerkschaft vida. "Wir hoffen, dass die geballte Faust aufgeht und zu einem Handschlag wird." (apa/red)

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