Japan - Plansee braucht Flughafen für Produktion

Der weltweit tätige Hochleistungswerkstoffhersteller Plansee mit Stammsitz in Breitenwang bei Reutte in Tirol rechnet erst in der kommenden Woche mit der Wiederaufnahme der Produktion in den beiden Werken in Japan. Vorstandsvorsitzender Michael Schwarzkopf sagte am Dienstag zur APA, dass sein Unternehmen auf einen funktionierenden Flughafen angewiesen sei. Die für die Weiterverarbeitung benötigten Teile würden geflogen und nicht auf der Straße transportiert.

An den beiden Niederlassungen in Esashi in der nördlich gelegenen Präfektur Iwate und in Sakura bei Tokio seien insgesamt rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Die Fabriken befinden sich im Landesinneren und nicht an der Küste. In Esashi wollte man am Montag eigentlich wieder mit der Produktion starten. Dann seien aber Energie- und Logistikprobleme aufgetreten, berichtete Schwarzkopf. Weniger Probleme gebe es beim Vertrieb, der flexibler und mobiler sei. Japan sei für Plansee einer der "Top 3"-Absatzmärkte.
Für die Mitarbeiter stelle sich die aktuelle Situation unterschiedlich dar. Einige würden das Land verlassen. Wer aber etwa einen japanischen Partner habe, bleibe in der Regel im Land.
Keine offizielle Stellungnahme gab es vorerst vom Schmuck- und Glaskonzern Swarovski mit Sitz in Wattens im Unterinntal. Man warte noch auf Informationen aus Japan, hieß es. (APA/red)